Aus Enttäuschung entstand neue Geschäftsidee

Michael Keller
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Sören Lenzner vom Erfurter Uhren-Start-up MNMA mit den beiden Basismodellen.

Sören Lenzner vom Erfurter Uhren-Start-up MNMA mit den beiden Basismodellen.

Foto: Michael Keller

Erfurt  Start-up-Projekt von drei jungen Erfurtern widmet sich der Entwicklung minimalistischer, schicker Armbanduhren

Die Enttäuschung über ein Geschenk hat am Ende drei junge Erfurter dazu animiert, selbst etwas zu kreieren, das täglich zuverlässig seinen Dienst versieht und dabei auch durch einfaches, schickes Äußeres besticht – eine Lifestyle-Armbanduhr. „Die geschenkte Uhr von einem amerikanischen Start-up entsprach zwar meinen ästhetischen Vorstellungen, aber die Technik war nicht so dolle“, verrät Sören Lenzner. Der 32-Jährige ist Projektleiter einer Softwarefirma und baut Webseiten für Unternehmen zusammen. Für die 150 Euro, die das Geschenk gekostet hatte, konnte man mehr erwarten. Meinte nicht nur er. Mit seinen Freunden Benjamin Griesch (31) und Sebastian Albert (30) gründete er die Uhrenmarke MNMA, Denn das geht besser, hatte sich das Trio gedacht und ans Werk gemacht. Man informierte sich, was nötig ist, um selber eine Uhr im Nischensegment herzustellen, welche Komponenten man dazu braucht. „Wir haben das von uns erdachte Design vorgegeben und ein Schweizer Produzent lieferte das Uhrwerk“, sagt Lenzner. Um dem Label Made in Germany wirklich gerecht zu werden, ist aber der Wechsel zu einem deutschen Hersteller geplant. Die Werthaltigkeit soll die Verwendung von besonders hartem Saphirglas unterstreichen.

Lenzner steht für Idee und Design, Griesch für Umsetzung der Vorgaben, Albert für Logistik und Produktorganisation. Jeder der drei hat bislang rund 15.000 Euro in die Idee investiert. Mit ersten Erfolgen. Seit Weihnachten 2018 läuft der Verkauf der MNMA. „Vorwiegend an Leute, die wir schon kannten“, so Lenzner. Dann kamen erste „Fremdkäufer“ über das Internet. Um durchzustarten, wurden 600 Uhren in zwei Modellen – mit hellem oder dunklem Zifferblatt – produziert. „Die Hälfte der Erstproduktion etwa ist schon weg“, sagt der Ideengeber für das Start-up. Reklamationen? Lenzner: bislang eine.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es gibt verschiedenfarbige Wechselarmbänder in Edelstahl-Mesh oder in Leder. Insgesamt produziert das Trio Kombinationen in 14 Farbvarianten in der Uhren-Edition „Black“ und auch in der Edition „White“.

Mit einem Konfigurator auf der Webseite mnma-uhren.de kann man sich seine nur 7,6 Millimeter dicke Uhr nach eigenem Gusto zusammenstellen. Lenzner betont, dass vom Gründerteam bereits drei Jahre Entwicklungszeit für das Start-up verwandt wurden. Am Ende sollte ein minimalistisches Design mit hochwertigen Komponenten zum bezahlbaren Preis herauskommen. Kostenlose Auslieferung inklusive. Das sei gelungen, sagt der Softwareexperte selbstbewusst. Und Sören Lenzner vergisst nicht darauf hinzuweisen, dass man sich 2020 auch an ein Damenmodell wagen werde.

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