Bahn frei für Zick-Zack-Weg auf Erfurter Petersberg

Erfurt.  Die Arbeiten für den neuen Panoramaweg auf dem Petersberghang haben begonnen.

Für die Baustraße auf dem Petersberghang müssen dieser Tage Rebstöcke weichen. Die Erfurter Weinzunft bekommt Ersatzflächen auf dem Petersberg, weil die Idee, eine Wegschleife durch den angebauten Wein führen zu lassen, nicht funktionieren würde. 

Für die Baustraße auf dem Petersberghang müssen dieser Tage Rebstöcke weichen. Die Erfurter Weinzunft bekommt Ersatzflächen auf dem Petersberg, weil die Idee, eine Wegschleife durch den angebauten Wein führen zu lassen, nicht funktionieren würde. 

Foto: Marco Schmidt

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Den steilen Fußweg vom Domplatz zum Petersberg hinauf erklimmen selbst an einem äußerst stürmischen Mittwoch in den Winterferien ziemlich viele Menschen. Damit ist es jedoch bald vorbei, weil der Panoramaweg am Petersberghang gebaut wird. Die ersten Arbeiten für das Einrichten der Baustelle gehen dort gerade über die Bühne.

Aufstieg vom Domplatz klappt nur übers Lauentor

Direkt vom Domplatz aus gelangen die Erfurter und Touristen demnächst nur noch übers Lauentor auf den Berg hinauf. Und das bleibt voraussichtlich bis zum Jahresende so. Danach klappt der Aufstieg dann barrierefrei.

Ab wann der steile Weg und auch die sich gemächlich windende Pflasterstraße für Fußgänger gesperrt sind, konnte Steven Kiel, der zuständige Bauvorbereiter im städtischen Tiefbau- und Verkehrsamt, am Mittwoch noch nicht sagen. Die Baufirma wartet noch auf die sicherheitsrechtliche Anordnung. „Sobald sie eintrifft, können Schilder aufgestellt und Absperrungen vorgenommen werden“, erklärt er.

Rebstöcke der Erfurter Weinzunft müssen umziehen

In diesen Tagen werden die Rebstöcke der Erfurter Weinzunft im Hang ausgegraben, um Platz für die Baustraße zu schaffen. „Es gibt Ersatzflächen für neue Pflanzungen auf dem Petersberg“, weiß Kiel. Die alten Weinstöcke einfach zu versetzen, sei nach Aussage der Fachleute nicht möglich. Und auch die Idee, eine Wegschleife des Panoramaweges durch die Weinstöcke zu führen, sei verworfen worden.

Dass den Fußgängern in den nächsten Monaten ausreichend andere Wege bleiben, um auf den Petersberg hinauf oder wieder herunter zu spazieren, zeigt unsere Grafik. Am wichtigsten für den Zugang vom Domplatz aus: Nur der Weg über das Lauentor funktioniert. Der Abschnitt der Petrinistraße im Bereich des Baufeldes sollte aber möglichst gemieden werden.

Von der Biereyestraße aus über die Straße Petersberg kann man weiterhin laufen, muss sich die Baustellenzufahrt allerdings mit Baufahrzeugen teilen. Aus Richtung Blumenstraße ist der Zugang auch möglich, aber Fußgängern nicht unbedingt zu empfehlen. „Hier ist es besser, vom Gutenbergplatz aus durch die Gartenanlage zu laufen oder den Weg über die Andreasstraße zu nutzen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung, die auch auf die neue Stahltreppe an der Bastion Johann verweist.

Toller Ausblick von der neuen Stahltreppe an der Bastion Johann

Die Stahltreppe ist sehr hoch, weil dort auch die Festungsmauer sehr hoch ist. Dafür bietet sich beim Erklimmen ein wunderschöner Ausblick. Nicht erst von ganz oben.

Als Ausflugsziel ist der Petersberg in diesem Kalenderjahr ohnehin nicht die allerbeste Wahl, da es noch etliche Baustellen und auch relativ viel Baufahrzeugverkehr gibt. Das Restaurant Glashütte bleibt trotz der vielen Bauzäune auf dem oberen Plateau erreichbar. „Darüber hinaus gibt es allerdings kaum Möglichkeiten, um beispielsweise über den Petersberg zu spazieren“, teilt eine Sprecherin der Verwaltung mit. „Wir haben im Jahresverlauf eine sehr hohe Baustellendichte.“ Nach Abschluss aller Bauarbeiten lohne sich der Besuch des Petersberges umso mehr.

Der angekündigte Lagerplatz neben dem Zugang zur Tiefgarage auf dem Domplatz gehört auch zur Baustelle für den Zick-Zack-Weg. Er soll aber erst nach dem Karnevalsumzug eingerichtet werden. Auch der Kranstellplatz in der Bechtheimer Straße ist noch nicht angelegt. Er folgt, wenn die Bauarbeiten durchstarten. Zwar muss dafür ein Stück Straße halbseitig gesperrt werden, beeinträchtigen wird das jedoch weder Zufahrt noch Ausfahrt der Tiefgarage.

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