Autofahrer legt Bahnverkehr bei Erfurt lahm – Neue Details der Polizei zum Unfall

Erfurt  Am Dienstag hat ein Autofahrer bei einem Unfall nahe Erfurt-Bischleben eine stundenlange Sperrung im Bahnverkehr verursacht. Das Auto war hangabwärts auf die Gleise gerutscht und von einem Zug gestreift worden.

Bei dem Unfall ist aus bisher ungeklärter Ursache ein Pkw auf die Bahnstrecke gestürzt und von einem Regionalzug touchiert worden.

Bei dem Unfall ist aus bisher ungeklärter Ursache ein Pkw auf die Bahnstrecke gestürzt und von einem Regionalzug touchiert worden.

Foto: Sascha Fromm

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Gegen 17.45 Uhr gab es einen Unfall an der Bahnstrecke zwischen Erfurt-Bischleben und Ingersleben im Kreis Gotha. Der Unfall ereignete sich etwa 500 Meter hinter Bischleben.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war der 44-jährige Ford-Fahrer war auf der Straße zwischen Bischleben und Marienthal auf die Gegenfahrbahn geraten. Ein entgegenkommender Autofahrer konnte durch eine Gefahrenbremsung einen frontalen Zusammenstoß verhindern, doch der Ford-Fahrer kam von der Fahrbahn ab und rutschte eine stark abschüssige Böschung hinunter. Das Auto überschlug sich und blieb direkt neben Bahngleisen liegen. Der Fahrer blieb laut Polizei unverletzt und konnte sich selbst aus dem Auto befreien.

Wenige Minuten später rollte an dem liegengebliebenen Auto ein Zug vorbei, der das Auto streifte. Der Zug der Südthüringen-Bahn kam etwa 200 Meter nach dem Zusammenstoß zum Stehen, so die Polizei. Die etwa 100 Fahrgäste im Zug seien ebenfalls unverletzt geblieben.

Die Feuerwehr und ein Kran kamen zur Bergung des verunfallten Autos zum Einsatz. Die Straße zwischen Bischleben und Marienthal musste zwei Stunden und die Bahnstrecke für insgesamt drei Stunden gesperrt werden, so die Polizei.

Ein Atemalkoholtest zeigte bei dem 44-Jährigen einen Wert von über 0,8 Promille an. Er wurde unterkühlt in die Klinik gebracht, wo später auch eine Blutentnahme erfolgte. An seinem Auto entstand Totalschaden.

Wie MDR Thüringen berichtete, kam es auch am späten Dienstagabend noch zu Verzögerungen im Bahnverkehr. Bahnen im Regionalverkehr mussten zwischenzeitlich umgeleitet werden und Ersatzbusse kamen zum Einsatz. ICE warteten an den Bahnhöfen Erfurt, Gotha und Eisenach für die Dauer der Streckensperrung.

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