Baurecht für Hunderte neue Wohnungen in Erfurt

Erfurt.  Wohnbauprojekte an sieben Standorten hat der Erfurter Stadtrat durch Beschlüsse vorangebracht. Auch Einfamilienhäuser sind dabei.

Auf dem einstigen Firmengelände von Braugold sollen 260 Wohnungen entstehen.

Auf dem einstigen Firmengelände von Braugold sollen 260 Wohnungen entstehen.

Foto: Marco Schmidt

Pläne für 1021 neue Wohnungen und 80 Einfamilienhäuser sind in dieser Woche einen Schritt vorangekommen. Der Stadtrat beschloss einmütig Flächennutzungspläne und brachte Bebauungspläne voran.

Größtes Projekt ist die „Wohnanlage Nordhäuser Straße/Europaplatz“. Die Erfurter Wohngroup GmbH will damit ihr seit Kurzem im Bau befindliches Vorhaben „Europakarree 1“ um weitere 450 Wohnungen ergänzen.

Der Bebauungsplan erhielt vom Stadtrat den Satzungsbeschluss und damit Baurecht. Auch der Flächennutzungsplan wurde für die Wohnbebauung angepasst.

Über das Baurecht darf sich auch die Sparkasse freuen. Sie will auf dem alten Postsportplatz im Stadtteil Johannesplatz 135 Wohnungen errichten.

Am früheren Standort von Zollamt und Landeskriminalamt am Peter-Vischer-Weg ist der Weg für ein neues Wohngebiet mit dem erfolgten Satzungsbeschluss frei. Durch den Umbau des Hochhauses und Neubauten sollen 152 Wohnungen, ein Ärztehaus und eine Kita entstehen.

Für das Braugold-Areal, das die CG-Gruppe erworben hat, musste noch der Flächennutzungsplan angepasst werden. Das ist nun erfolgt. 260 Wohnungen sollen auf dem früheren Brauerei-Gelände gebaut werden.

24 Wohnungen plant ein Investor schließlich am alten Klostergut in Hochstedt. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan steht hier noch am Anfang: Der Stadtrat beschloss die Einleitung des Verfahrens.

Das Hochstedter Projekt beinhaltet auch acht Einfamilienhäuser. Weitere 15 Grundstücke für Einfamilienhäuser sollen am Zwetschenberg in Molsdorf erschlossen werden. Nach einem erfolglosen Anlauf Ende der 90er-Jahre billigte der Stadtrat nun einen zweiten Vorentwurf.

Noch eine Nummer größer ist das Projekt „Hinter dem Anger“ in Kerspleben. Der Bebauungsplan, der 57 Einfamilienhäuser vorsieht, wurde gebilligt und kann nun öffentlich ausgelegt werden.