Blackbox in Riethnordhausen

Riethnordhausen.  Bauarbeiten am Kindergarten-Anbau sind ins Stocken geraten. Bauarbeiter halten Termine nicht ein.

Der Erweiterungsbau für den Kindergarten sieht zurzeit wie eine riesige Blackbox aus.

Der Erweiterungsbau für den Kindergarten sieht zurzeit wie eine riesige Blackbox aus.

Foto: Henning Johr

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Am Kindergarten für die „Kirchbergzwerge“ in Riethnordhausen steht zurzeit eine riesige Blackbox. Das Projekt ist ein seit langem geplanter und dringend notwendiger Erweiterungsbau für die Kindertageseinrichtung. Sie hat eine Kapazität von 60 Plätzen, die für den gegenwärtigen Bedarf aber nicht ausreichen. „Im Augenblick werden 62 Mädchen und Jungen betreut“, berichtet Kita-Chefin Freya Kämmerer. Weitere Anmeldungen sind nur eine Frage der Zeit. Als provisorisches Ausweichquartier wird jetzt das in der Nachbarschaft liegende Klubhaus des Kirmes- und Trachtenvereins genutzt. Mit behördlicher Genehmigung.

Die Wände und das Dach für den Anbau , mit dem die Anzahl der Plätze auf 75 ansteigen wird, wurden im Dezember gesetzt. Zum Schutz der Gewerke, die für den Innenausbau zuständig sind, wurde der Bau mit einer schwarzen Gewebebahn verkleidet, die den Fortgang der Arbeiten auch in den Winterwochen ermöglichen soll.

Allerdings ist im Augenblick Sand im Getriebe. „Die Firma, die für Maurer- und Betonarbeiten zuständig ist, hält versprochene Termine nicht ein“, ärgert sich Bürgermeister Jürgen Hieber. Erst danach können Trockenbauer, Elektriker, Fliesenleger, Fensterbauer und Fußbodenleger aktiv werden. Der Gemeinderat hat auf Tempo gedrückt, und auf einer Sondersitzung die Vergabe an aller erforderlichen Gewerke beschlossen, damit das Projekt so schnell als möglich abgeschlossen werden kann. „Es ist eine nicht zufriedenstellende Situation, dass trotzdem Leerlauf entstanden ist“, meinte Hieber Anfang der Woche auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Ihm liegt daran, das Haus des Kirmesvereins nicht allzu lange zu blockieren.

Für den Anbau muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen. Das 10,5 mal 8,5 Meter Vorhaben kostet über 150 000 Euro. Da sind noch nicht einmal die Erdarbeiten berücksichtigt. Um Platz zu schaffen für die zusätzlichen Räumlichkeiten sind schon im vorigen Jahr der Kirchberg angebaggert und eine Stützmauer gesetzt worden.

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