Blacky findet nach über zehn Jahren seinen Weg zurück zu seinem Frauchen

Erfurt.  Die bewegende Geschichte von Blacky, der sich vor zehn Jahren in Erfurt losriss und nicht mehr gehofft hatte, jemals wieder zu seinem Frauchen zurückzukehren.

Happy End für Blacky: In seinem neuen alten Zuhause blüht der Senior noch einmal richtig auf.

Happy End für Blacky: In seinem neuen alten Zuhause blüht der Senior noch einmal richtig auf.

Foto: Tierheim Erfurt

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Vor fast genau zehn Jahren, am 21. Juli 2010, sprang Blacky zwar mit Leine, aber ansonsten mutterseelenallein, wild kläffend in der Nähe der Halleschen Straße in Erfurt herum. Der Hund war äußerst misstrauisch und machte es den Tierheimmitarbeiterin nicht leicht, ihn einzufangen. Die ersten Tage im Heim waren für Blacky sehr hart und er nicht besonders zugänglich. Es dauerte Tage, bis der Vierbeiner Vertrauen fasste.

Blacky wurde kastriert und fand nach knapp einem Monat ein neues Zuhause. Bis dahin schien ihn niemand vermisst zu haben. Nach einigen Jahren starb Blackys neue Besitzerin, ihr Mann konnte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht länger um den Rüden kümmern. Im November vergangenen Jahres kam Blacky schließlich übergewichtig und sehr verfilzt ins Tierheim zurück. Er saß die meiste Zeit depressiv im Körbchen herum. Große Hoffnung auf ein neues Zuhause gab es nicht.

Im Mai 2020 schließlich fragte eine junge Frau per E-Mail nach einem Hund aus dem Tierheim. Auch Blacky wurde erwähnt - und nach zahlreichen Mails kam heraus, dass sich der Vierbeiner vor zehn Jahren von seiner damaligen Hundebetreuung losgerissen hatte. Eine Chippflicht gab es zur damaligen Zeit noch nicht, auch Facebook war noch nicht so weit, dass man darüber nach einem entlaufenen Tier suchen konnte. Blackys Frauchen war 2010 noch recht jung, sie suchte überall - nur auf die Idee, im Tierheim nachzufragen, kam sie nicht.

Am 29. Mai besuchte sie ihren einstigen Gefährten endlich - nach knapp zehn Jahren! Es dauerte, bis Blacky wieder Vertrauen fasste. Einen Monat später zog der Rüde wieder zu ihr, um seinen Lebensabend nach diesem Umweg endlich bei seinem Frauchen zu verbringen.

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