Blutspendezentrum in Erfurt nach Tiefenreinigung wieder offen

Erfurt.  Nach dem positiven Testbefund in der letzten Woche waren die Spendenaktionen ausgesetzt worden. Zentrum bittet weiter um Blutspenden.

Symbolbild.

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Foto: Alexander Volkmann / TA

Im Hema-Blutspendezentrum Erfurt kann seit dem frühen Montagmorgen wieder Blut gespendet werden. Nachdem ein Mitarbeiter in der vergangenen Woche positiv auf das Corona-Virus getestet worden war, war das Zentrum in der Lachgasse in Erfurt vorübergehend geschlossen worden. Mitgeteilt wurde dies auf der Homepage des Unternehmens. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

„Um die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter, Spender und Partner zu gewährleisten, hat Haema freiwillig beschlossen, das Spendezentrum in Erfurt vorübergehend zu schließen, nachdem ein Mitarbeiter des Zentrums positiv auf COVID-19 getestet wurde“, erklärte Firmensprecherin Britta Diebel am Montagmorgen.

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Mitarbeiter weiter in Quarantäne

Mitarbeiter, die direkten Kontakt zum Infizierten hatten, befänden sich weiter in Quarantäne. Auf Anweisung der Gesundheitsbehörden sei im Zentrum eine Tiefenreinigung durchgeführt worden. „Im Einvernehmen mit den Behörden und aufgrund der Notwendigkeit von Blut und Plasma unter diesen außergewöhnlichen aktuellen Umständen können wir ab heute (Montag, 23.3.), nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen sind, das Zentrum wieder öffnen. Alle anderen Zentren sind in Betrieb“, sagte Diebel. In Thüringen betreibt Hema Zentren in Erfurt, Gera, Gotha, Jena und Weimar. Spender werden gebeten, sich telefonisch anzumelden.

In einem gemeinsamen Aufruf hatten das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an Spender appelliert, angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen und so einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung zu leisten. Zur Sicherheit von Blutprodukten erklären die Beteiligten, aufgrund der Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Infektionen (SARS und MERS) und weiteren Viren, die zu Atemwegsinfektionen führen, schätze man die Gefahr einer transfusionsbedingten Übertragung des SARS-CoV-2 nach bisherigem Erkenntnisstand als derzeit nicht begründbar ein. Allerdings befürchte man bei weiterer Ausbreitung von SARS-CoV-2 eine Verknappung mit Blutkomponenten, sofern nicht weiterhin ausreichend Blut gespendet wird. (hm)