Bordsteine auf dem Erfurter Herrenberg abgesenkt

Herrenberg.  Weil sie für Radfahrer oft ein Ärgernis sind, wurden Bordsteinkanten im Erfurter Stadtteil Herrenberg abgesenkt.

An vier Einmündungen hat die Stadt die Bordsteinkanten für Radfahrende abgesenkt – auch in der Hermann-Brill-Straße.

An vier Einmündungen hat die Stadt die Bordsteinkanten für Radfahrende abgesenkt – auch in der Hermann-Brill-Straße.

Foto: Marianne Sauerbrey / Stadtverwaltung Erfurt

Hohe Bordsteinkanten sind für Radfahrende oft ein Ärgernis. Aus diesem Grund hat der Straßenbetriebshof der Stadt Erfurt an vier Einmündungen im Stadtteil Herrenberg die Bordsteine abgesenkt und so Barrierefreiheit hergestellt.

Barrierefreie Übergänge auch mit Rampen geschaffen

Konkret handelt es sich um die folgenden vier Straßen, die jeweils in die Straße Am Herrenberg einmünden: Körnerstraße, Blücherstraße, Tungerstraße, Hermann-Brill-Straße. Sie alle werden von Radfahrern stark frequentiert.

„An bestehenden Kreuzungen gibt es oftmals Bordanschläge von drei und mehr Zentimetern. Diese mit dem Fahrrad zu überfahren, ist immer hinderlich und unkomfortabel. Die neuen, barrierefreien Bordsteinkanten sind komplett abgesenkt, heben sich also von der Straße nicht mehr ab. Dadurch können Radfahrer die Querungsstellen viel einfacher passieren“, sagt Alexander Reintjes, Amtsleiter des Tiefbau- und Verkehrsamtes.

Einmündungen mit Blindenleitsystem ausgestattet

In der Tungerstraße waren die Bordsteine schon so stark beschädigt, dass sie vollständig gegen die abgesenkten ausgetauscht wurden. In den Kreuzungsbereichen der anderen Straßen wurde mit Spezialasphalt eine sogenannte Anrampung mit einer Breite von etwa 1,50 Metern angebracht. Neben den Belangen der Radfahrenden wurden auch die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen berücksichtigt. Um diesen ein sicheres Queren der Fahrbahn zu ermöglichen, wurden alle genannten Einmündungen mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. An einigen Stellen hat der Straßenbetriebshof ein ganz neues Verfahren angewendet: Mit einem Spezialkleber wurden Platten einer Thüringer Firma aufgeklebt. Mindestens zehn Jahre sollen diese Platten nun halten.