Brutale Effizienz schlägt Verunsicherung

Erfurt  Fußball-Landesklasse: Der FC Erfurt Nord gewinnt das Nordderby bei An der Lache/Concordia mit 5:0 und grüßt weiter von der Tabellenspitze

Glückliche Derbysieger: Die Spieler des Spitzenreiters FC Erfurt Nord feierten nach dem souveränen 5:0 bei An der Lache/Concordia ausgelassen in der Gästekabine.

Glückliche Derbysieger: Die Spieler des Spitzenreiters FC Erfurt Nord feierten nach dem souveränen 5:0 bei An der Lache/Concordia ausgelassen in der Gästekabine.

Foto: Verein

Es war bezeichnend. Torwart Sascha Topf, auf dessen Mitwirken An der Lache/Concordia gesetzt hatte, um die zuletzt aufgebrochene Defensivproblematik zu verbessern, musste im Erfurter Nordderby gegen den FC Erfurt Nord keinen einzigen Ball halten. Er konnte es auch nicht. Die fünf Versuche, die auf sein Tor kamen, waren derart klare Aktionen, dass der Schlussmann des amtierenden Vizemeisters der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, chancenlos war. Wie letztlich auch sein Team, das 0:5 und damit auch den tabellarischen Anschluss an die Spitzenränge verlor. Nord verteidigte Rang eins, die Zoopark-Kicker haben schon sieben Zähler Rückstand.

„Das war eine starke Teamleistung und natürlich brutal effizient von uns“, lobte Nord-Coach Christian Stieglitz seine Mannschaft. Die zeigte sich nicht durchweg balldominant, sondern mit einer Prise Vorsicht vor der Konterstärke der Gastgeber und selbst nur mit offensiven Nadelstichen. Der erste brachte bereits nach zwei Minuten die Führung: Maiele spielte in die Schnittstelle zu Kliem, der sich rechts durchsetzte und auf den abstaubenden Menz querlegte. Beim 0:2 zeigte sich, weshalb die Helzig-Elf zur Verzweiflung ihres Coachs mit nun 22 die meisten Gegentreffer der Liga kassiert hat: Der Zweikampf war schon gewonnen, ehe man sich von Thiele an der Torauslinie den Ball wieder abluchsen ließ. Der lief noch ein paar Schritte und verschaffte Andy Pham ein verspätetes Geburtstagsgeschenk (42.). Den einzigen gefährlichen Versuch der Lache vor der Pause durch Werner entschärfte Schoepe bärenstark.

Bei den Treffern drei und vier zeigte der Spitzenreiter, dass er es nicht nur spielerisch kann. „Es muss auch anders gehen, deshalb haben wir in der Trainingswoche Standards trainiert“, verriet Stieglitz. Eine Menz-Ecke köpfte der baumlange Tobias Eckermann in die Maschen (50.), beim 0:4 verlängerte er am kurzen Pfosten abermals einen Eckball auf den einschießenden Weichert (68.). Nach zwei vergebenen Hundertprozentern der Hausherren (Steinmetz, Werner) setzte Decker nach Doppelpass mit Weichert den Schlusspunkt (82.).

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