Buga-Teich im Erfurter Norden soll Naherholung bieten

Erfurt.  Zum Baden ist das Gewässer nicht gedacht, aber als Biotop mit Café.

Amtsleiter Sascha Döll erklärt die Pläne für den Buga-Teich im Norden auf der Baustelle.

Amtsleiter Sascha Döll erklärt die Pläne für den Buga-Teich im Norden auf der Baustelle.

Foto: Marco Schmidt

Der Bugateich im Norden zwischen der neuen Brücke über die nördliche Querverbindung und dem Abenteuerspielplatz nimmt Gestalt ein. Der Aushub ist fast beendet, nur ein etwa acht Meter breiter Damm wird noch abgetragen. Unter ihm hatten sich Leitungen befunden, die verlegt wurden.

Kein Strand, aber Gastronomie

Doch was ist eigentlich geplant? „Etwas ökologisch Wertvolles“, bringt es Gartenamtsleiter Sascha Döll auf den Punkt. Ein Teich mit einer Wasserfläche von etwa 10.000 Quadratmetern soll entstehen, die Wassertiefe wird maximal 2,50 Meter betragen. Zum Baden ist der Teich nicht geeignet, zum Erholen schon. Einen Strand wird es nicht geben, doch vom Weg aus ist der Teich zu sehen und auf der Wohngebietsseite soll ein Stadtteilcafé entstehen, direkt beim Jugendclub.

Verein und Wohnungsbaugenossenschaft arbeiten zusammen

Dieser wird vom Verein Mitmenschen betrieben. „Der Verein und die Wohnungsbaugenossenschaft Zukunft werden das Café gemeinsam betreiben. Derzeit entwickeln sie ein Konzept, wie der Betrieb gestaltet werden könnte“, sagt Torsten Haß, der Ortsteilbürgermeister am Moskauer Platz. „Schön wird es, durch die großen Glasfenster, und von der Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Teich.“

Kneippbecken sorgt für erfrischte Füße

Gespeist wird dieser über die Thüringer Fernwasserversorgung, das Wasser kommt von zwei Talsperren mit etwa acht Grad am Teich an. „Das heizt sich auch nicht auf und trägt dadurch zu einer aktiven Kühlung der Stadt bei. Der Abfluss erfolgt in die Gera“, erklärt Sascha Döll. Geplant sei aber ein Kneippbecken im Einflussbereich, das für Erfrischung der Füße sorgen wird. Der Teich selbst bleibt naturbelassen, „das soll kein Freizeitteich werden“. An der Uferzone werden Sträucher und Bäume gepflanzt, deren Wurzeln die Böschung verfestigen. „Mit der Zeit wird sich dort Flora und Fauna einstellen, das wird ein spezielles Biotop“, meint Sascha Döll. Fische würden nicht eingesetzt, aber es sei nicht auszuschließen, dass sich ein paar ansiedeln.

Für Bäume und Sportanlage wird Ersatz angelegt

Um den Teich anzulegen, mussten Bäume und eine Sportanlage weichen. Das rief Kritiker auf den Plan. Allerdings gibt es Ersatz, ein Aktivitätsband wird auf Seite des Moskauer Platzes angelegt. Dazu gehört ein neues Sportfeld. Und Bäume, die wird es reichlich geben. „Wir pflanzen, und zwar überall in der Stadt, eine neue Zeitschicht an Bäumen an“, sagt der Amtsleiter. „Wir haben die Stadt baulich gut im Griff. Jetzt machen wir endlich was Grünes. Erfurt braucht neue Erholungsflächen.“

Wasser wird im Herbst eingelassen

Im Herbst, wenn das Teichgelände abgedichtet ist, wird das Wasser eingelassen. Bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau im April kommenden Jahres wird das Areal ansehnlich und grün sein. „Nur einen Namen haben wir noch nicht, wir nehmen gern Vorschläge entgegen“, sagt Sascha Döll.