Neuer Erfurter Chefarzt Lauten ist Mediziner mit ganzem Herzen

Erfurt.  Mit 41 Chefarzt, das ist Prof. Dr. Alexander Lauten. Der Erfurter kehrte aus Berlin in die Heimat zurück und arbeitet seit dem 1. Januar am Helios Klinikum.

Prof. Dr. Alexander Lauten ist der neue Chefarzt der Kardiologie im Helios Klinikum Erfurt.

Prof. Dr. Alexander Lauten ist der neue Chefarzt der Kardiologie im Helios Klinikum Erfurt.

Foto: Helios Erfurt

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Sie ist kleiner, es gibt keine Havel und die Wohnungssuche gestaltet sich als schwierig - die neue alte Heimatstadt Erfurt. Hier wurde er geboren und hierher kam er jetzt zurück.

Seit 1. Januar ist Alexander Lauten Chefarzt der Kardiologie im Helios Klinikum. Er wechselte von der Charité, wo er seit 2015 als Leitender Oberarzt tätig war.

Promotion in den USA

„Berlin ist eine tolle Stadt - Erfurt ebenso. Man kann hier gut leben und arbeiten“, sagt der gebürtige Erfurter, der verheiratet ist und drei Kinder hat. Sein Abitur legte er am Heinrich-Mann-Gymnasium ab, doch schon während der Schulzeit und später im Studium zog es ihn in die Welt. In den USA schrieb er seine Promotion, „mit jedem Karriereschritt wurde ich internationaler“. Lauten ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Außerdem besitzt er die Zusatzqualifikationen „Interventionelle Kardiologie“ und „Herzinsuffizienz“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

„Das Helios bietet als gut organisiertes Zentrum der kardiovaskulären Spitzenmedizin sehr gute Voraussetzungen für eine optimale Versorgung von Patienten mit Herzerkrankungen“, meint der Mediziner. Die Ausstattung und die innovative Medizin im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen seien ideale Grundlagen, die hervorragende Arbeit der Klinik für Kardiologie fortzusetzen und das Leistungsspektrum um weitere medizinische Schwerpunkte zu ergänzen. „Das Fachliche ist nicht die Herausforderung für mich, sondern das Drumherum.“ Er muss sein Team kennenlernen, die Abläufe. Natürlich hat er eigene Vorstellungen vom Klinikalltag, doch „wenn ich sehe, dass etwas funktioniert und den gewünschten Erfolg bringt, muss ich es nicht ändern“, sagt der Mediziner. Aus seinem Berliner Team werden zwei Angestellte nach Erfurt wechseln, die jahrelange Zusammenarbeit sollte nicht beendet sein. Zudem erhält er weiter einen Forschungsbereich an der Charité und lehrt dort.

Alexander Lauten ist der jüngste Chefarzt am Helios Erfurt. Er ist mit vielen Ideen gekommen, „ich sehe ein hohes Entwicklungspotenzial“. Man nehme, so der Eindruck des Arztes, Thüringen als medizinischen Standort, als Ort der klinischen Forschung, sehr wenig im restlichen Bundesgebiet oder gar im Ausland wahr. Das sollte sich ändern, ein erster Schritt ist vor wenigen Tagen gegangen worden mit dem offenen Brief der beiden größten Thüringer Kliniken in Jena und Erfurt an die Landesregierung. Ein klinischer Campus könnte in Erfurt entstehen, um die Zahl der Medizinabsolventen zu erhöhen. „Es könnten mehr Ärzte in Thüringen ausgebildet werden, und somit würden auch mehr Ärzte im Freistaat bleiben“, ist Professor Lauten überzeugt. Benötigte Strukturen seien größtenteils vorhanden, viele Ärzte würden sich gern in der Lehre engagieren. „So etwas erhöht die Reputation des Hauses.“

Kaum Zeit für sein Hobby Segeln

Für seinen Bereich der Kardiologie hat Alexander Lauten auch ein großes Ziel: die überregionale Wahrnehmung als Zentrum der kardiovaskulären Medizin. In den vergangenen Jahren hat sich Alexander Lauten durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen internationales Renommee erworben. Seine Spezialgebiete sind der kathetergestützte Herzklappenersatz, die Wiedereröffnung dauerhaft verschlossener Herzkranzgefäße sowie die Behandlung der Schlussunfähigkeit von Herzklappen. „Mit Professor Lauten haben wir eine hochkarätige Neubesetzung für die Spitze unserer Kardiologie gewinnen können. Über seine ausgezeichnete fachliche Eignung hinaus ist er bestens in der Region bekannt und er kennt sich hervorragend in der medizinischen Versorgungsstruktur Thüringens aus“, betont Klinikgeschäftsführer Florian Aschbrenner.

Freizeit hat der neue Chefarzt derzeit kaum. Seinem Hobby, dem Segeln, kann er hier ohnehin nur schwerlich nachgehen. „Hier gibt es eben keine Spree und keine Havel“, sagt er lachend.

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