„Das macht mir Mut“: Trainer Brdaric sieht Rot-Weiß Erfurt auf dem richtigen Weg

Erfurt  Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt schöpft nach dem 3:0-Testspielsieg über Drittligist Halleschen FC weiteres Selbstvertrauen. Nach dem Duell mit Steinbach soll die Entscheidung über Abu-Alfa fallen.

Torschütze Rico Gladrow (rechts) und Pierre Becken nach dem 1:0.

Torschütze Rico Gladrow (rechts) und Pierre Becken nach dem 1:0.

Foto: Sascha Fromm

Der ersten Freude über den 3:0-Sieg gegen den Halleschen FC folgte sogleich die sportliche Einordnung des Testspielerfolges der Rot-Weißen. Zwei Wochen vor dem Punktspielstart bei der Viktoria aus Berlin (27. Juli/13.30 Uhr) zeigten die Erfurter eine gute Leistung, auch wenn das Endergebnis etwas über den Spielverlauf hinwegtäuschte.

„Ich weiß das sehr realistisch einzuschätzen. Es gibt Dinge, an denen wir noch arbeiten müssen. Aber für das Selbstvertrauen war das wichtig. Man hat gesehen, wo es hingehen kann. Das macht mir Mut“, sagte Trainer Thomas Brdaric, für den das Resultat wie die anderen Ergebnisse in der Vorbereitungszeit eher zweitrangig ist.

Trotzdem war es bemerkenswert, wie gut die Rot-Weißen sich gegen die Hallenser, die am kommenden Wochenende bereits wieder in die 3. Liga einsteigen, verkauften. Denn auch wenn die Gäste im zweiten Durchgang ein klares Übergewicht besaßen und einige dicke Möglichkeiten ausließen, zeigte sich RWE ebenbürtig. Die schönen, aber mitunter auch sehr kurios erzielten Tore durch Rico Gladrow (7./direkter Freistoß), Marc Brasnic (80./Linksschuss) sowie das Eigentor von Niklas Landgraf in der 83. Minute sorgten für den unerwartet klaren Sieg, der – so komisch es klingt – sogar noch höher hätte ausfallen können. Allerdings wäre das auch des Guten ein wenig zu viel gewesen.

Mehr Variabilität in der Offensive

Nachdem der Fokus in den letzten Wochen vermehrt auf der Kondition und Spieleröffnung lag, will sich Brdaric mit seinen Jungs in diesen Tagen vermehrt dem Abschluss „im letzten Drittel“ widmen. Gegen Halle zeigte sich wiederholt, dass die Erfurter über eine variablere Offensive als in der Vorsaison verfügen. Vom hochgewachsenen Sinisa Veselinovic, der wegen einer Zerrung für ein paar Tage kürzertreten muss, bis zum wendigen Selim Aydemir reichen die Möglichkeiten, im Angriff mit verschiedenen Systemen zu agieren.

Eventuell kommt gegen Ende der nächsten Woche noch Ali Abu-Alfa hinzu. Der Testspieler aus der U23 von Borussia Mönchengladbach zeigte vielversprechende Ansätze, wirkte aber auch noch ein wenig nervös. „Er bringt Qualität mit, wir werden ihn uns weiter anschauen. Ich denke, nach dem Steinbach-Spiel wird es eine Entscheidung geben“, sagte Brdaric, der ansonsten aber den Markt „nicht wirklich weiter sondiert“.

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