Edgar und die Beatles

Erfurt  Für die Woche der Mobilität haben sich die Organisatoren jede Menge einfallen lassen. Fotowettbewerb ist ausgerufen

Moritz Borchardt, Falko Stolp, Maskottchen Edgar und Robert Bednarsky ahmen die Beatles nach – fast.

Moritz Borchardt, Falko Stolp, Maskottchen Edgar und Robert Bednarsky ahmen die Beatles nach – fast.

Foto: Marco Schmidt

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Die diesjährige europäische Woche der Mobilität hat als Motto „Fußverkehr“. Zu diesem Thema wird es vom Samstag, 14. September, bis Sonntag, 22. September, zahlreiche Veranstaltungen in der Innenstadt und in mehreren Einrichtungen geben. Hauptorganisatoren sind Falko Stolp, Sprecher der Erfurter VCD-Gruppe (Verkehrsclub Deutschland) und Robert Bednarsky vom BUND Erfurt. Er sagt: „Das Programm wird immer voller, wir werden bekannter und professioneller“.

Das spiegelt sich auch im neuen Internetauftritt wider, auf dem man von Edgar begrüßt wird. Edgar ist das europaweite Maskottchen, der Erfurter. Edgar wurde von einer hiesigen Näherin angefertigt. Er wird in der kommenden Woche viel in der Stadt unterwegs sein und für Aufmerksamkeit sorgen.

Doch was bedeutet sie eigentlich, diese Woche der Mobilität? Sie ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näherzubringen.

Zahlreiche Vereine beteiligen sich an der Mobilitätswoche, zum ersten Mal dabei ist die soziokulturelle Initiative „Culture goes Europe“. „Wir bieten drei Veranstaltungen. Los geht es am 21. September zum World cleaning up day. Da werden wir von 11 bis 14 Uhr am Geraufer unterwegs sein und es von Müll befreien. Treffpunkt ist der Eingang Nordbad“, sagt Moritz Borchardt. „Ich bin selbst gehbehindert und da liegt mir der Fußverkehr selbst sehr am Herzen.“

Ab 15 Uhr ist die Initiative dann auf dem Anger zur open university, dort gibt es Gespräche über die Mobilität der Zukunft. Am Sonntag beim autofreien Tag in der Michaelisstraße ist die Initiative ebenso dabei und bietet einen sozialen Hundespaziergang an.

„Wir wollten so viel Straße wie möglich, die Stadt so wenig wie möglich“, berichtet Falko Stolp über die Vorbereitungen für den autofreien Sonntag. Eine Straße für den Autoverkehr zu sperren, sei kein leichtes Unterfangen. An diesem Tag (22. September) soll der Straßenraum zum Freizeitraum werden, zum Erholungsraum. Passend zum Jahresmotto „Fußverkehr“ findet am 19. September ein Dreienbrunnen-Stadtlauf statt. Er beginnt 18 Uhr am Hirschgarten.

Auch Robert Bednarsky vom BUND ist in der Stadt viel mit dem Rad und zu Fuß unterwegs. Seit ein paar Monaten ist er Ortsteilbürgermeister am Johannesplatz. „Es ist unglaublich, wie viel Bordsteinkanten dort abgesenkt werden müssen, um älteren und gehbehinderten Menschen einen optimalen und sicheren Weg zu ermöglichen“, sagt er. Und fügt hinzu, dass es in Erfurt keinen Fußgängerbeauftragten gebe – wie beispielsweise in Leipzig.

Auch die finanzielle Unterstützung für die Mobilitätswoche seitens der Stadt blieb in diesem Jahr aus. Die Kosten von etwa 5000 Euro werden über Spenden gedeckt, hinzu kommen 2500 Euro vom Thüringer Umweltministerium.

Übrigens wurde auch ein Fotowettbewerb ausgerufen. Wer macht das originellste Foto auf einem Zebrastreifen ganz im Stil der Beatles auf ihrem Abbey Road-Album? Fotos an info@mobiwoche-erfurt.eu .

Insgesamt finden in der Mobilitätswoche mehr als 20 Veranstaltungen statt.

Das komplette Programm finden Sie im Internet unter: https://www.mobiwoche-erfurt.eu/programm

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