Ehemalige Lessing-Schüler aus Erfurt planen Vereinsgründung

Erfurt  Name des bedeutenden Dichters der Aufklärung soll in Erfurt wieder stärker präsent werden

Landschaftsbilder von Friedrich Kreyer werden im Landtag ausgestellt.

Landschaftsbilder von Friedrich Kreyer werden im Landtag ausgestellt.

Foto: Wolfgang Triebel

Das Klassentreffen von ehemaligen Schülerinnen und Schülern der erweiterten Lessing-Oberschule im vergangenen Jahr, 50 Jahre nach dem Abitur, soll nicht ohne Folgen bleiben: „Wir planen die Gründung eines Vereins unter dem Namen ‚Lessing lebt – auch in Erfurt‘“, kündigen Christiane Schmidt und Wolfgang Triebel an. Sie und ihre Mitschüler von einst sind traurig darüber, dass ihr alter Schulname in Erfurt nicht mehr existiert, gar „eliminiert wurde aus unbekannten Gründen“, wie die beiden sagen.

Im ehemaligen Schulgebäude befindet sich heute noch immer eine Schule, diese aber firmiert als „Gemeinschaftsschule am Nordpark“.

„Dabei sind die Themen Lessings und der Aufklärung nach wie vor aktuell“, sagt Triebel. Gern möchten sie mit dem Verein Heranwachsende unterstützen, etwa in Arbeitsgruppen, bei Theaterprogrammen oder sonstigen Aktivitäten. Erste Kontakte sind geknüpft, zum Kinder- und Jugendtheater Schotte oder dem Musikclub Franz Mehlhose. „Unsere Aufgabe wird im Anschieben und Vernetzen bestehen“, sagt Christiane Schmidt.

Werben für die Vereinsgründung wollen die Ex-Lessing-Schüler zur Vernissage in der 4. Etage des Thüringer Landtags, die am Mittwoch, 20. März, einem ehemaligen Kunstlehrer ihrer Schule gewidmet ist. Vorgestellt werden Bilder von Friedrich Kreyer, der mehr als 70 Jahre lang vorwiegend Motive aus Thüringen gemalt hat.

Der Künstler wird zur Vernissage anwesend sein. Er unterrichtete seit 1952 als Fachlehrer an der Lessing-Oberschule in Erfurt. Auch im Ruhestand ab 1994 zog es ihn immer wieder in die Natur, um Landschaften und Bilder seiner Thüringer Heimat zu malen.

Vernissage am 20. März um 14 Uhr, 4. Etage des Landtags-Fraktionsgebäudes