Ein Wochenende in Erfurt im Zeichen der Natur und der Gemeinschaft

Erfurt  Katholische Pfadfinder trafen sich auf der Georgsburg bei Windischholzhausen. Familiengottesdienst zum 90. Geburtstag des Gebäudes

Gruppenleiter Eric Schümann betrachtet im Pfadfinderlager auf der Georgsburg die Zeichnungen und Bilder, die Yolina, Johanna und Franz (v.l.) für eine Zeitkapsel angefertigt haben.

Gruppenleiter Eric Schümann betrachtet im Pfadfinderlager auf der Georgsburg die Zeichnungen und Bilder, die Yolina, Johanna und Franz (v.l.) für eine Zeitkapsel angefertigt haben.

Foto: Michael Keller

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Seit 1995 gibt es in Erfurt die katholischen Pfadfinder. 50 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 21 Jahren vom Pfadfinderstamm St. Elisabeth treffen sich einem wöchentlich zur Gruppenstunde. Am Wochenende war man nun ins Grüne umgezogen. An einen Ort, den die wenigsten kennen dürften – die Georgsburg. Im waldreichen Gebiet zwischen Windischholzhausen und dem Haarberg versteckt, wurde der 90. Geburtstag der Georgsburg gefeiert. Burg impliziert dabei eine falsche Vorstellung. Es ist ein Gebäude im Bauhausstil des Architekten Johannes Meinhardt mit Essens-, Schlaf- und Versammlungsräumen, in dem bis zu 50 Gäste untergebracht werden können. Am Wochenende waren es nur zwölf Kinder, dazu fünf ehrenamtliche Betreuer, die drei Tage in der Natur, ohne Strom und fließendes Wasser, dafür mit einem Hauch von Abenteuer verbrachten.

Austoben und Zeit miteinander verbringen

Spiele zum Austoben, bei dem der Gruppengedanke im Mittelpunkt steht, eine Schnitzeljagd querdurch den Wald vorbereiten, Kochen und viel Zeit miteinander verbringen. Zudem ist an der 90 Jahre alten Georgsburg eine ganz Menge zu machen, wovon ein handgeschriebener Plan an der Tür kündete.

„Es geht bei unseren Spielen nicht um irgendwelche sportliche Höchstleistungen, sondern um das Einbringen und in der Gemeinschaft Spaß zu haben. Es wird basisdemokratisch darüber abgestimmt, was gemacht wird“, erläutert Eric Schümann (32), einer der Gruppenleiter der katholischen Pfadfinder, der im Berufsalltag als IT-Projektmanager arbeitet und seit 19 Jahren bei den Pfadfindern aktiv. Und die Teilnehmer würden ein Verständnis und Gefühl dafür bekommen, wie man möglichst effektiv mit Ressourcen umgeht, wenn man das benötigte Wasser beispielsweise im Kanister heranholen müsse. Wie es sich anfühlt, wenn kein Strom da ist, wenn man gemeinsam am Lagerfeuer sitzt, Stockbrot bäckt und dazu gemeinsam singt.

Weihbischof Hauke fand den Weg

Finanziert wird die Arbeit der Pfadfinder – denen man beitreten kann, auch ohne katholisch zu sein – durch Mitgliedsbeiträge und Fördergeld der Stadt. Die Kirche stellt die Räumlichkeiten für die Aktivitäten bereit. Am Sonntag hatte Erfurts Weihbischof Reinhard Hauke den gar nicht so einfach zu findenden Weg zur Georgsburg angetreten, um einen Familiengottesdienst mit Kindern und Eltern aus Anlass des 90. Geburtstages zu zelebrieren.

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