Einsteiner machen es sich im Schauspielhaus gemütlich

Erfurt  Erfurt. Dreharbeiten der Kinderkanal-Serie hauchen altem Haus Leben ein.

Dient momentan als Drehkulisse Foto: Susann Fromm

Dient momentan als Drehkulisse Foto: Susann Fromm

Foto: zgt

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Jahrelang verwaiste das Schauspielhaus zusehends, seit 2003 stand das Haus leer. Doch in den vergangenen Wochen wurde dem alten Gebäude Leben eingehaucht – einerseits auf dem Papier: Der Stadtrat beschloss am 16. September, dass der Verein Kulturquartier ein Konzept der neuen Nutzung des Hauses erstellen wird. Andererseits zog tatsächlich Leben in das Haus. Die bekannte Kinderkanal-Serie „Schloss Einstein“ wird seit einigen Wochen hier gedreht. Im alten Schauspielhaus befindet sich nun das neue Internat – als Kulisse.

Durch den Umzug von Schloss Neideck in Arnstadt bekommt das Internat ein völlig neues Aussehen. „Das charmante, aber etwas baufällige Gebäude wird von den Einsteinern entdeckt und renoviert: Sie bauen, streichen, richten ein. Mit dem Charme des Provisorischen entstehen voller Liebe fürs Detail WG-Zimmer und Gemeinschaftsräume wie eine Bibliothek, Werkstatt, Terrasse und Küche“, heißt es in einer Pressemitteilung der Filmproduktionsgesellschaft Saxonia Media. Doch wie lässt sich das vereinbaren, die Pläne des Kulturquartiervereins mit den Dreharbeiten?

Das Konzept des Vereins sieht vor, nach über zehn Jahren Leerstand wieder einen Ort zu schaffen, der sowohl Produktions- als auch Veranstaltungsort ist und der in die Stadt hinein wirkt.

„Wir finden es wunderbar, dass im Schauspielhaus gedreht wird“, sagt die Vereinsvorsitzende Tely Büchner. „Ein Raum wird nicht schlechter, wenn er belebt ist.“ Man versuche nun allerdings, die Drehtermine mit eigenen Veranstaltungsterminen unter einen Hut zu bringen. „Im November möchten wir gern eine Veranstaltung im Schauspielhaus durchführen, da sind wir derzeit am Verhandeln“, sagt Tely Büchner.

Das Haus selbst sei zudem nicht in dem Zustand, „dass übermorgen Künstler rein können“. Von daher sei die Anmietung für die Dreharbeiten keineswegs problematisch. „Das ist eine tolle Kulisse dort – aber schwierige Bedingungen, ohne Wasser und ohne Strom.“

Doch die Filmcrew ist sehr erfinderisch, und so mancher fragte bei „Kultur flaniert“, ob im Schauspielhaus bereits Leute wohnen würden . . .

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