Erfurt als Risikogebiet eingestuft – viele Neuinfektionen in Seniorenheim

Erfurt.  Thüringens Landeshauptstadt gilt seit Samstag als Corona-Risikogebiet. Einer der Hotspots der vielen Neuinfektionen ist dabei ein Seniorenheim.

Im Kindergarten Vieselbach, in dem eine Mitarbeiterin positiv getestet und eine Gruppe geschlossen worden waren, stehen weitere Testergebnisse aus (Symbolbild).

Im Kindergarten Vieselbach, in dem eine Mitarbeiterin positiv getestet und eine Gruppe geschlossen worden waren, stehen weitere Testergebnisse aus (Symbolbild).

Foto: Peter Rossbach / Peter Rossbach / TLZ

Die Thüringer Landeshauptstadt gilt seit Samstag als Corona-Risikogebiet. Wie die Stadtverwaltung am Mittag bestätigte, liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 54,2 und damit deutlich über dem Schwellenwert von 50 Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Verantwortlich dafür sind 40 neue Infektionen, die das Gesundheitsamt am Samstagmorgen bestätigt hatte. Gut die Hälfte machen positive Tests aus dem Deutschordens-Seniorenheim aus, das zu einem Corona-Hotspot geworden ist.

Von 42 neu durchgeführten Tests waren 21 positiv, bestätigt Rathaus-Sprecherin Anja Schultz. Vier Betroffene zeigten typische Corona-Symptome. Zusammen mit fünf bereits bekannten Infektionen gelten in dem Seniorenheim nun 26 Personen als infiziert. Das Haus hat 260 Bewohner.

War am Freitag noch ein Wohnbereich betroffen, sind es inzwischen zwei Wohnbereiche. Die Bewohnerinnen und Bewohner stehen unter Quarantäne. Nach wie vor werden drei Personen, die mit dem Seniorenheim in Verbindung stehen, im Krankenhaus behandelt.

Im Kindergarten Vieselbach, in dem eine Mitarbeiterin positiv getestet und eine Gruppe geschlossen worden waren, stehen weitere Testergebnisse aus, heißt es aus dem Rathaus.

Corona-Ampel steht auf Rot

Für Corona-Risikogebiete in Thüringen sieht das Gesundheitsministerium zusätzliche Einschränkungen vor. Dazu gehören strenge Teilnehmerbeschränkungen bei Veranstaltungen, Kontaktbeschränkungen und gegebenenfalls die Schließung von einzelnen Einrichtungen mit hohem Infektionsgeschehen.

Die Stadtverwaltung hatte bisher eine Allgemeinverfügung für kommenden Mittwoch angekündigt. Dabei gingen die Verantwortlichen jedoch davon aus, dass bis dahin vermutlich der Inzidenz-Wert von 35 überschritten würde, was bereits am Freitagnachmittag geschah.

Die Allgemeinverfügung für die „gelbe Ampel“ sah eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Freiluft-Bereiche und geringere Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen vor. Stand Samstag steht die Ampel aber auf „Rot“.