Projekt Behelfsbrücke für Straßenbahn wird nicht vor Buga fertig

| Lesedauer: 2 Minuten

Rieth  Im Rieth soll während des Neubaus der Gerabrücke die Tram weiter planmäßig fahren. Das Projekt wird allerdings nicht mehr vor der Buga fertig.

Bauplan: Zwei Behelfsbrücken links und rechts der Brücke sollen während der Bauzeit Einschränkungen vermeiden.

Bauplan: Zwei Behelfsbrücken links und rechts der Brücke sollen während der Bauzeit Einschränkungen vermeiden.

Foto: Stadtverwaltung Erfurt/Büro Kleb

Der Bauablauf für den Neubau der Brücke über die Gera in der Warschauer Straße nimmt Konturen an - die Brücke wird aber nicht mehr rechtzeitig vor Beginn der Bundesgartenschau fertig.

Das ist in der jüngsten Sitzung des Buga-Ausschusses klar geworden, wo es noch einmal um die Verkehrsführung während der Bauzeit ging. Wurde zuvor noch ein Schienenersatzverkehr erwogen, beschloss der Buga-Ausschuss nun, dass zwei provisorische Umfahrungen errichtet werden sollen: eine für den Autoverkehr auf der Nordseite und eine für Straßenbahn und Fußgänger auf der Seite zur Innenstadt hin.

Urs Warweg (SPD) hatte das Thema noch einmal auf den Tisch geholt, als er darum bat, eine kostengünstigere Variante als den Schienenersatzverkehr zu finden. Was im Endeffekt die zweite provisorische Brücke sei.

Schadhafter Beton

Der Knackpunkt ist die große Bedeutung des Streckenabschnitts zwischen Berliner Platz und Rieth (Platz der Völkerfreundschaft) im Streckennetz der Erfurter Verkehrsbetriebe (Evag). Wie die Kostenprüfung für das Brückenbau-Projekt ergeben hatte, würde der Schienenersatzverkehr die Evag rund 1,5 Millionen Euro kosten. Die Evag sei nämlich, so wurde vor dem Ausschuss begründet, nicht in der Lage, diese Aufgabe mit dem vorhandenen Personal und Fahrzeugpark selbst zu stemmen, müsste also auf andere Firmen zurückgreifen.

Mit dem nun geltenden Beschluss seien aber die Kosten besser in den Griff zu bekommen. Das sei für die Evag eine gute Nachricht, schätzte Peter Stampf (FW) das Ergebnis ein.

Da die planerischen Vorarbeiten sich insgesamt „schwieriger und langfristiger“ gestalten, so die Stadtverwaltung, ist „von einer rechtzeitigen Fertigstellung des Vorhabens bis April 2021 nicht mehr auszugehen. Somit ist hier der Rad-Fußweg durch die Geraaue während der Bundesgartenschau noch unterbrochen.

Wegen schadhaften Betons muss die Brücke - wie zahlreiche andere in der Stadt - durch einen Neubau ersetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren: