Ex-Partnerin Gesicht zerschnitten: Haftbefehl gegen Thüringer LKA-Beamten

Kai Mudra
Der Mann hat die Frau mit einem Messer im Gesicht verletzt. (Symbolbild)

Der Mann hat die Frau mit einem Messer im Gesicht verletzt. (Symbolbild)

Foto: Oliver Berg / dpa

Erfurt .  Der suspendierte Polizist soll Montag seine Ex-Partnerin mit einem Messer im Gesicht schwer verletzt haben. Das SEK hat den Flüchtigen in der Nacht in Braunschweig festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat gegen einen suspendierten Thüringer Polizisten wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet. Der Beamte soll nach Informationen dieser Zeitung im Thüringer Landeskriminalamt (LKA) gearbeitet haben. Das Erfurter Amtsgericht erließ am frühen Dienstagabend einen Haftbefehl. Das ist bisher zum Fall bekannt.

Maskiert Ex-Partnerin auf Parkplatz aufgelauer

Laut Staatsanwaltschaft soll er als maskierter Mann am Montagmittag seiner Ex-Partnerin auf einem Parkplatz aufgelauert und sie mit mehreren Messerstichen unter anderem im Gesicht verletzt haben. Die Frau musste zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Lebensgefahr bestand für die Angegriffene wegen ihrer Verletzungen nicht.

Der Verdacht der schweren Körperverletzung bestehe unter anderem, weil die Tat mit der Absicht ausgeführt worden sein könnte, das Gesicht der Betroffenen zu entstellen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bei einer Verurteilung drohen Haftstrafen zwischen einem und zehn Jahren.

Nach Bekanntwerden der Tat suchte die Polizei bundesweite nach dem mutmaßlichen Angreifer. Dieser soll mit einem Auto geflüchtet sein. An der Suche beteiligte sich nach Informationen dieser Zeitung auch das Zielfahndungskommando beim LKA.

Spezialkräfte überwältigen Mann in Braunschweig

Der flüchtige Beamte wurde offenbar als so gefährlich eingestuft, so dass in der Nacht zum Dienstag in Braunschweig (Niedersachsen) Spezialkräften den Mann festnahmen.

Zum Grund der Suspendierung machte die Staatsanwaltschaft Erfurt am Dienstag keine Angaben. Ein Sprecher bestätigte aber, dass diese bereits vor dem Angriff vom Montag erfolgt ist. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gebe es auch keinen Zusammenhang zwischen der Messerattacke und der Freistellung des Beamten vom Dienst.

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