Fans des FC Carl Zeiss Jena in Gotha attackiert – Großeinsatz auch in Weimar

Gotha/Weimar  Etwa 100 rivalisierende Fußballfans sind am Samstagabend in Gotha aufeinandergestoßen. Die Polizei vermutet, dass Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt hinter dem Angriff stecken. Die Polizei schickte Verstärkung auch nach Erfurt und Weimar.

Die Polizei sicherte den Weimarer Hauptbahnhof.

Die Polizei sicherte den Weimarer Hauptbahnhof.

Foto: Stefan Eberhardt

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Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am späten Samstagabend den Weimarer Bahnhof gesichert – nachdem zuvor in Gotha etwa 100 rivalisierende Fußballfans aufeinandergetroffen waren. Mehrere Personen wurden verletzt, ein Hubschrauber der Bundespolizei war im Einsatz.

Was war geschehen?

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge hielt gegen 22.30 Uhr ein Zug in Gotha, in dem Fans des FC Carl Zeiss Jena saßen – auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei Preußen Münster. Als etwa 60 Jena-Fans aus dem Zug ausstiegen, seien sie von etwa 40 bis 50 anderen Personen „in Empfang genommen worden“, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei dieser Gruppe habe es sich vermutlich um gewaltbereite Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt gehandelt. Sie sollen mit rot-weißen Kleidungsstücken vermummt gewesen sein und schlugen und traten auf die ankommenden Fußballfans ein.

Mehrere Personen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. Ein Hubschrauber der Bundespolizei kreiste über Gotha.

Alles sei sehr schnell gegangen, berichteten Zeugen des Vorfalls der Polizei. Nach etwa zehn Minuten hätten die Angreifer das Weite gesucht.

Großaufgebot gegen Mitternacht am Weimarer Hauptbahnhof

Um ein mögliches weiteres Aufeinandertreffen der Gruppen zu verhindern, zog die Polizei weitere Kräfte hinzu – da die Jena-Fans von Gotha über Erfurt und Weimar nach Jena weiter reisten.

Mit einem Großaufgebot sicherte die Polizei deshalb vor allem den Weimarer Hauptbahnhof. Dort sei alles friedlich geblieben, teilte eine Polizeisprecherin am Sonntag mit. Jena-Fans aus Weimar haben den Bahnhof verlassen dürfen – alle anderen traten die Weiterfahrt nach Jena an.

Zu den genauen Umständen des Übergriffs in Gotha wird ermittelt.

(Hinweis der Redaktion: Zunächst war von 100 Jena-Fans die Rede, die Zahl wurde später nach oben korrigiert.)

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