Stadt Erfurt hat bisher mehr als 60.000 Euro Corona-Bußgeld eingenommen

Erfurt.  Die Coronastreife in Erfurt wird von anderen Ämtern und der Polizei unterstützt. Insgesamt wurden bereits 1437 Verfahren eingeleitet.

Bereits vor zehn Monaten gingen die Mitarbeiter des Erfurter Stadtordnungsdienstes auf Coronastreife, hier mit dem Beigeordneten Andreas Horn und Oberbürgerbürgermeister Andreas Bausewein (von rechts).

Bereits vor zehn Monaten gingen die Mitarbeiter des Erfurter Stadtordnungsdienstes auf Coronastreife, hier mit dem Beigeordneten Andreas Horn und Oberbürgerbürgermeister Andreas Bausewein (von rechts).

Foto: Marco Schmidt

Der Stadtordnungsdienst wird für seine Coronastreife auch weiterhin von Mitarbeitern anderer kommunaler Ämter, etwa dem Garten- und Friedhofsamt und dem Erfurter Sportbetrieb, unterstützt. „Wir sind tagsüber und bis in die späten Abendstunden unterwegs, um auf die Einhaltung der bestehenden Regeln zu achten“, sagt Axel Apel-Geßner, Leiter des Stadtordnungsdienstes. Für die nächtlichen Streifen erhalten die Mitarbeiter Hilfe der Polizei. Denn nicht immer sind die Bürger einsichtig. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

„Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist für uns ein großer Zugewinn, sie bietet auch mehr Sicherheit für unsere Mitarbeiter.“ Die Außenwahrnehmung sei besser und es könne verdeutlicht werden, dass die Ordnungsbehörde und die Polizei eng zusammenarbeiten, meint Axel Apel-Geßner.

Ein Schwerpunkt der nächtlichen Feststellungen: Es wird sich nicht an die Ausgangssperre gehalten. Zigaretten holen sei nun mal kein triftiger Grund – werde aber gern als Ausrede genutzt. Auch eine fehlende Mund-Nase-Bedeckung oder das Nichteinhalten der Kontaktbeschränkung gehören zu den Vergehen. „Wir haben Glück mit dem Wetter, viele Grüppchen, wie beispielsweise auf dem Petersberg, treffen sich aufgrund der Kälte derzeit nicht.“

Seit März vergangenen Jahres 1437 Verfahren eingeleitet

Insgesamt wurden seit Beginn der Coronastreife im März vergangenen Jahres 1437 Verfahren eingeleitet und ein Bußgeld verhängt. Bisher konnten 554 abgeschlossen werden. Eingenommen hat die Stadt dadurch bisher 61.000 Euro. „Es geht nicht darum, abzustrafen, sondern die Leute zu informieren. Wir sind so ein bisschen das Sprachorgan der Behörde“, sagt Axel Apel-Geßner. Seine Mitarbeiter würden während der Streifen oft gefragt, welche Regelungen nun eigentlich gelten. „Der Beratungsumfang ist immens.“

Während der Coronastreife werden auch Geschäfte kontrolliert, beispielsweise die Einhaltung des Hygienekonzeptes während der Ausgabe von online bestellter Ware. Nach wie vor stellen die Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes Kunden fest, die keine korrekte Mund-Nasen-Bedeckung tragen.