Erfurter Ega will im Buga-Jahr 23 Hallenschauen zeigen

Erfurt.  Das Herz der Bundesgartenschau sind die Pflanzen. Aber was wird wo gezeigt? Das erfuhren Gärtner aus ganz Deutschland beim Aussteller-Infotag

Rund 200 Gärtner kamen am Samstag zum Ausstellerinformationstag in die Messehalle.

Rund 200 Gärtner kamen am Samstag zum Ausstellerinformationstag in die Messehalle.

Foto: Holger Wetzel

Im Egapark sind in der kommenden Buga-Saison 23 Hallenschauen geplant. Sie verteilen sich auf die sanierte Halle 1 und ein Überwinterungsgewächshaus, das gerade neu errichtet wird. Das Themenspektrum reicht von „malerischen Blumen“ und „intelligenten Pflanzen“ über „Balkonien“ und „Bonsai“ bis zu „bienenfreundlichen Pflanzen“ und dem „Nelkentheater“.

„Fast jede Woche beginnt eine neue Schau“, sagte die Ausstellungsbevollmächtigte Beate Walther am Wochenende beim Austellerinformationstag in der Messe. Rund 200 Gärtner aus ganz Deutschland waren der Einladung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) gefolgt, um sich im Detail über die Ausstellungsplanung der Erfurter Buga zu informieren.

Das Gewächshaus werde ursprünglich und „teilweise sehr wild“ mit einem Dschungel und einem Wasserbecken gestaltet, verriet Beate Walther. Die bis 2013 sanierte Halle 1 hingegen werde „architektonischer, stilistischer“, mit Dreiecksbeeten, mobilen Hochbeeten, einer Bühne und einer Lounge.

Lucie Junge, die Chefplanerin der Erfurter Buga GmbH, nannte die temporären Hallen- und Freilandbeiträge den „Zuckerguss auf dem Ganzen“. Dazu gehören auch zehn kreisrunde Themengärten mit Durchmessern zwischen 10 und 15 Metern, die laut Beate Walther „die geballte Kraft an Gestaltung“ ausstrahlen. Alle zeichneten sich durch große Vielfalt aus. Einige der modernen Hausgärten würden sogar Wasserbecken auf der kleinen Fläche unterbringen.

4200 Rosenpflanzen aus 400 teils neuen Sorten

Zu den Rosen im Rosengarten und in anderen Teilen des Egaparks kommen für die Buga noch mehrere Rosenringe vor den weiteren Hallen hinzu. 4200 Rosenpflanzen aus 400 Sorten, einige davon neu, sollen im Egapark zu bewundern sein.

Dahlie und Lilie, Staude und Iris – sie alle können ihre Pracht auf reichlich Platz entfalten. Das große Blumenbeet ist mit 6000 Quadratmetern das größte zusammenhängende Wechselflorbeet Deutschlands. Für die Grabstättenausstellung unter alten Bäumen sind 52 Exponate geplant.

Der Standort Petersberg widmet sich Neuheiten und Innovationen. Höhepunkte der Pflanzenausstellungen sind die „Erfurter Gartenschätze“ aus dem Erwerbsgartenbau – „in dieser Größenordnung einzigartig“, meinte Rüdiger Eckhardt von der DBG. Hinzu kommen die Färberpflanzen, die Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, die Astern und nicht zuletzt die Arzneipflanzen, die nach Anwendungsgebieten geordnet präsentiert werden.

„Die Bundesgartenschau wird den Ruf Erfurts als Gartenstadt weit über die Landesgrenzen hinaus bestätigen“, sagte Lutze von Wurmb, Chef der DBG-Gesellschafterversammlung. Der Sohn des Hamburgers studiert in Erfurt. Deshalb weiß er: „Hamburg ist eine schöne Stadt, aber nicht so schön wie Erfurt.“