Erfurter Galerie Panse nimmt erstmals an "Berliner Liste" teil

Eine Premiere ist angesagt für die Erfurter Galerie Panse: Zum ersten Mal beteiligt sie sich an der "Berliner Liste", deren neunte Ausgabe von heute bis Sonntag in der Hauptstadt angezeigt wird.

Erfurter Galerie Panse nimmt erstmal an "Berliner Liste" teil. Bild: Galerie Panse

Erfurter Galerie Panse nimmt erstmal an "Berliner Liste" teil. Bild: Galerie Panse

Foto: zgt

Erfurt. Nachdem im Vorjahr rund 10 000 internationale Galeristen, Sammler und Kunstliebhaber kamen, hofft man jetzt auf ein ähnliches Interesse. Zudem haben sich 400 Journalisten akkreditiert, um aktuelle zeitgenössische Malerei, Skulpturen, Grafiken, Zeichnungen sowie Installationen, Videokunst und Fotografie kennenzulernen.

Ina Panse, Inhaberin und Begründerin eines Designbüros, weiß sehr wohl mit Licht, Formen, Farben und Räumen umzugehen und bewies dies unter anderem mit Aufträgen für die Erfurter Universität. Gleichwohl folgt sie mit ihrer Galerie in der Cyriakstraße einer besonderen Leidenschaft für junge, mehr oder weniger arrivierte Kunst. Ihren Berliner Einstand gibt sie mit Werken von Songe-creux aus der Reihe "Papstbilder" und "Idole" sowie erotischen Fotocollagen von Peter Georgi.

Rund 20 Werke hat die Erfurter Galeristin zum Kunstmarkt "Berliner Liste 2012" mitgenommen, ebenso einen ersten Katalog, den sie unter dem Titel "Im Labyrinth der Welt" dem in Erfurt beheimateten Maler Gunter Kloss (Jahrgang 1955) gewidmet hat, der sich das wohlklingende Pseudonym Songe-creux gewählt hat.

"Mit seiner surrealen Ausdrucksweise ist er für uns eine der wichtigsten Neuentdeckungen der letzten Jahre und bildet zugleich den Auftakt einer geplanten Publikationsreihe der bei uns ausstellenden Künstler", verriet die Galeristin.

Der altmeisterlich geschulte Maler und Zeichner Songe-creux fasziniert ebenso in seinen Zerr-Spiegeln und Spiegelungen wie auch in maskenhaften Prominentenporträts oder mystischen Konfigurationen auf oft dunklem Grund. Wohl kalkuliert geht er in seinen verstörend anmutenden Papstbildern an die Grenzen des Erklärbaren und überlässt dies der Subjektivität des unvoreingenommenen Betrachters.

Zu den Kommentaren