Erfurter Kunsthalle wird bis 2017 renoviert

Erfurt. Die Erfurter Kunsthalle wird in den kommenden Jahren renoviert und hat während dieser Zeit geschlossen.

Die Erneuerung der Fassade ist nur ein Teil der Kunsthallen-Baumaßnahme, die die Ausstellungsräume für bis zu zwei Jahre "vom Netz" nimmt. Foto: Susann Fromm

Die Erneuerung der Fassade ist nur ein Teil der Kunsthallen-Baumaßnahme, die die Ausstellungsräume für bis zu zwei Jahre "vom Netz" nimmt. Foto: Susann Fromm

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Allein 200.000 Euro werden in die Aufhübschung und Erhaltung der Fassade aus der Renaissance-Zeit gesteckt. Denn die Front am Fischmarkt hat schwer gelitten, erklärte der Direktor der Erfurter Kunstmuseen, Prof. Dr. Kai Uwe Schierz.

Ein Gutachten habe ergeben, dass die Umweltbelastung und die Verunreinigung durch die Tauben dem Stein schwer zugesetzt hätten. Zudem sei die Farbe, die zuletzt in den 80er-Jahren aufgetragen worden war, teils abgeblättert und bedürfe einer Erneuerung. Teils sei der Stein so stark verwittert, dass einzelne Stücke sich abgelöst hätten.

Deswegen soll nun die Farbe komplett abgetragen, der Stein darunter restauriert und neu gefasst werden. Insgesamt soll das Projekt 1,5 Millionen Euro kosten. 2017 will man mit der teilweisen Modernisierung des Gebäudes fertig sein. Denn: Neben der Erhaltung der Fassade wird auch im Inneren gebaut. So sollen Besucher künftig barrierefrei vom Fischmarkt in das Museum kommen und sich auch ohne Treppen durch die Ausstellungsräume bewegen können.

Das Foyer wird komplett umgestaltet. Uwe Schierz: "Es wird sehr viel moderner gestaltet, es wird sehr viel Glas geben, wo jetzt noch viel Holz zu sehen ist."

Die Renovierung stellt die seit langer Zeit größte Arbeit an dem historischen Gebäude dar. Seit 1990 wurde immer nur schrittweise an dem Museum gebaut. Nach und nach wurden Brandschutz-, Sicherheits-, Klima- und Beleuchtungstechnik erneuert, im Jahr 2001 kam ein neues Dach für das Haus Zum Roten Ochsen hinzu.

Während der Bauarbeiten, die laut Stadt eineinhalb bis zwei Jahre dauern werden, werden Ausstellungen teils im Schloss Molsdorf und im Volkskundemuseum gezeigt. Die Mitarbeiter des Museums werden während dieser Zeit in den anderen Einrichtungen in der Stadt tätig sein.

Am 4. Januar ab 17 Uhr findet die Finissage der letzten Ausstellung "Christian Brandl. Suspense" statt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.