Europafest im Erfurter Kultur-Quartier

Erfurt  Spiel, Spaß und viel Musik beim Aktionstag des Europäischen Sozialfonds (ESF) für Thüringen.

Beim Europafest.

Beim Europafest.

Foto: Heidrun Lehmann

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Vom Hosenmatz bis zur Oma reichte die Altersspanne der Gäste, die sich am Samstag zur Fête de l Europe im Kultur-Quartier Altes Schauspielhaus im Klostergang einfanden. Wer sich nicht in den europablauen Liegestühlen mit dem ESF-Zeichen (Europäischer Sozialfonds) vor der Bühne platzierte und den Bands „Cutting Strings“, „Cayoux“ oder „Mikroelektro feat“ lauschte, genoss vielleicht Köstlichkeiten des Kuchenbuffets, beteiligte sich an familiären Spielen oder testete sein Wissen beim Europa-Quiz. Letzteres veranlasste Gert Eisenwinder, seine Ansicht zum ESF zum Ausdruck bringen, der viel Arbeit bereite, aber dessen Maßnahmen zur Förderung von Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Lebensqualität und Bildungschancen leider noch nicht bekannt genug wären. Das wollte er insbesondere auf klein- und mittelständische Betriebe bezogen wissen. Veranstaltungen wie der Aktionstag mit Thema „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten aus Deutschland“ könnten daran etwas ändern, so der Senior.

Eine der Thüringer Erfolgsgeschichten ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) beim Deutschen Roten Kreuz in Thüringen, das Annett Dorniok vorstellte. Die Referatsleiterin Kinder-, Jugend- und Familienhelfer sowie freiwillige Dienste konnte berichten, dass jährlich 80 Teilnehmer zwischen Nordhausen und Meiningen im Alter von 16 bis 26 das FSJ durchlaufen. Einsatzorte seien Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen. Das FSJ beim DRK gebe es seit 2000, seit 2004 erhalte es Förderungen des Europäischen Sozialfonds. Zu weiteren thüringischen Erfolgsgeschichten mit etwas sperrig klingenden Namen wie „KESS“, das steht für kreativ engagiert Schulerfolg sichern, oder „Digitale Straße – Intelligente Verkehrsinfrastruktur für vernetztes und hochautomatisiertes Fahren“ wurden im großen Saal des Alten Schauspielhauses Kurzfilme gezeigt.

Ohne jegliche Politikerstatements sollte einfach Europa gefeiert werden, umriss Melanie Booth das Anliegen des Aktionstages. Bei der Referentin aus der thüringischen Verwaltungsbehörde des ESF, angesiedelt beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, liefen die Fäden zusammen. Etwas „Nettes, Leichtes und Lebendiges“ zu den Menschen zu bringen, lautete ihr Anspruch.

Gemäß diesem Motto brachte Annett Dorniok zum Aktionstag ein halbes Dutzend junger Frauen mit, die Kinderschminken anboten.

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