Fahner-Höhe-Kapitän: „Manchmal sterben wir ein bisschen in Schönheit“

Dachwig  Artur Machts möchte mit seiner Fahner Höhe-Elf in der Fußball-Thüringenliga oben angreifen. Die spielerische Klasse ist da.

Vornweg: Fahner Höhe-Kapitän Artur Machts verschafft sich gegen Geratals Fabian Paradies Platz, links läuft Archiv-

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Foto: Falk Böttger

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Darf das 1:1 bei der SG Gera Westvororte am zurückliegenden Sonntag aus Sicht eines gewonnenen Punktes betrachtet werden? Oder sind es zwei verlorene Zähler für den Verbandsliga-Zweiten Fahner Höhe gewesen?

Drei Tage nach dem Unentschieden beim Vorletzten aus Ostthüringen wollte sich Artur Machts nicht festlegen. Beide Sichtweisen hätten ihre Berechtigung, „Wenn du in der 95. Minute das 1:1 kriegst, dann fühlt es sich wie verloren an. Aber am Ende des Tages sind wir ungeschlagen“, merkte der Fahner-Höhe-Kapitän an. Er sagte es nicht zuletzt unter dem Aspekt, wie unglücklich dieses Gegentor durch Niklas Schäfer in der Nachspielzeit zustande gekommen war. Nachdem sich beim finalen Freistoß 22 Spieler im Strafraum der führenden Fahnerschen versammelt hatten, konnte er den Ball noch ab­gefangen. „Und dann war er irgendwie drin“, berichtete der Ab­wehrspieler.

Der Ausgleich ist umso ärgerlicher, da die Gäste nicht nur die spielerisch dominierende Elf gestellt und nach Robert Lischkes Tor (78.) geführt hatten. Infolge der Roten Karte für Maximilian Kurth (20.) spielten sie mehr als 70 Minuten gegen zehn Geraer.

Das 1:1, so unglücklich es auch fiel und so ärgerlich es war, bestätigte Machts aber nur in seiner Meinung. „Wer denkt, dass wir jedes Spiel gewinnen, liegt falsch. Das wäre utopisch“, sagte er und nimmt die Punkteilung hin. „Die Frage ist eher, wie wir darauf reagieren“, schob der 24-Jährige mit Blick auf Sonntag nach. Dann erwarten die Dachwiger Heiligenstadt (14 Uhr). Der Elfte kommt mit gewachsenem Selbstvertrauen nach dem 4:1 gegen Bad Bad Langensalza.

Die Frage, wie die Mannschaft zu erwarten ist, beschäftigt Artur Machts derweil zu keiner Sekunde. Auf sich zu schauen anstatt auf den Gegner, das habe er etwa in seiner Zeit beim FC Erfurt Nord unter Trainer Uwe Starkloph mitgenommen.

Was nicht zuletzt bedeutet, an sich selbst zu arbeiten. Persönlich gut gefahren ist der beruflich als Erzieher tätige Innenverteidiger damit in jedem Fall. Steiler als die Fortentwicklung Fahner Höhes erscheint sein Aufstieg. Sieben Jahre her ist es, als er für die zweite Mannschaft von Stotternheim in der Kreisklasse kickte. Inzwischen darf er als Abwehrchef eines Top-Anwärters auf die Landesmeisterschaft bezeichnet werden. „Damals war ich 17, die Ausbildung war wichtiger. Dann kam eins zum anderen“, sagte Machts mit Blick zurück. Es folgte der Wechsel zum FC Nord, nach drei Jahren ging es noch eine Etage höher zu Fahner Höhe. Dort schließt sich der Kreis. Gemeinsam mit Eric Stelzer durchlief Machts bis zu den B-Junioren die Schule beim FC Rot-Weiß und spielt nun mit ei­ner ganzen Reihe von früheren Rot-Weißen zusammen.

Nicht von ungefähr kommt so die spielerische Güte, mit der die Fahner-Elf ihre Partien wie zuletzt in Gera klar beherrschte. „Aber manchmal sterben wir so ein bisschen in Schönheit“, benannte Artur Machts einen wun­den Punkt. Zu Null spielen, das wäre auch mal nicht schlecht.

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