Fans sorgen sich um Verein – Rot-Weiß Erfurt droht Abstiegsplatz

Erfurt  Auch am Tag nach dem blamablen 0:0 gegen Aufsteiger BSG Chemie Leipzig ist der Unmut bei den Anhängern des Fußball-Regionalligisten FC Rot-Weiß Erfurt groß.

Vor dem Spiel gegen Chemie Leipzig gab es einen Fanmarsch zum Stadion der Erfordia Ultras.

Vor dem Spiel gegen Chemie Leipzig gab es einen Fanmarsch zum Stadion der Erfordia Ultras.

Foto: MGT

Die Reaktionen in den Kommentaren bei Facebook reichen von bitterer Enttäuschung bis blankes Entsetzen. „Ich habe Angst um meinen RWE“, schrieb ein User angesichts der Tatsache, dass der Viertligist aus zehn Spielen erst zehn Punkte holte und mit elf Treffern eine schwache Torausbeute vorweisen kann.

Da in dieser Saison bis zu vier Vereine absteigen können und Erfurt aktuell auf Platz 14 notiert ist, haben die Thüringer lediglich einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – nach bereits fast einem Drittel der Serie. „Kampfeswille war ja da, aber sonst Unvermögen. Ich frage mich, was sie die ganze Woche trainieren“, schrieb ein anderer Internetnutzer, nachdem Erfurt gegen Leipzig die klar bessere Mannschaft war, aber zu wenig zwingenden Chancen kam. „Wenn man zu Hause gegen eine schwache Mannschaft nicht gewinnt, wo und wann will man dann Punkte holen“, fragt eine andere Kommentarschreiberin auf der Facebook-Seite des Vereins.

Der Mannschaft ist durchaus bewusst, dass sie endlich liefern muss. „In der Abwehr haben wir das gut gemacht. Aber ein Punkt gegen Chemie Leipzig war eindeutig zu wenig“, sagt Kapitän Lukas Novy. Trainer Thomas Brdaric wollte keinen seiner Spieler öffentlich anprangern, nahm jeden Einzelnen aber trotzdem in die Pflicht. „Man kann die Jungs nicht immer in Watte packen. Jeder für sich selber muss sich hinterfragen ob es ausreicht, für Rot-Weiß diese Leistung abzuliefern“, sagte der Trainer im MDR-Interview.

Der insolvente FC Rot-Weiß, der nach wie vor nach einem starken Investor sucht und mit seinen Leistungen in dieser Wochen kaum Werbung in eigener Sache betreibt, ist nun auch sportlich unter Druck geraten. Am kommenden Sonnabend muss Erfurt beim Drittletzten SV Babelsberg antreten (13.30 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion), der am vergangenen Wochenende mit einem 3:3 beim Tabellenführer Hertha BSC II überraschte. Gelingt der dritte Saisonsieg nicht, droht endgültig der Absturz auf einen Abstiegsplatz in der Regionalliga.

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