FC Rot-Weiß Erfurt feiert gegen Auerbach ersten Saisonsieg

Erfurt  3179 Zuschauer kamen Freitagabend ins Steigerwaldstadion. Dort erlebten sie den ersten Saisonsieg des Fußball-Regionalligisten aus Erfurt – mussten aber einige Male zittern.

Alexander Schmitt jubelt nach seinem Tor zum 2:0 für Erfurt.

Alexander Schmitt jubelt nach seinem Tor zum 2:0 für Erfurt.

Foto: Frank Steinhorst

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Dass die Spieler mächtig ins Schwitzen kamen, durfte man ja erwarten. Weil die Kicker des FC Rot-Weiß Erfurt allerdings selbst gegen den VfB Auerbach nicht gänzlich ohne Abwehrschnitzer auskamen, lief auch den Fans auf den Rängen hier und da der Angstschweiß über den Rücken.

So war es vor allem Erleichterung, als der Schiedsrichter das Spiel beendete und mit dem 2:1 (1:0) den ersten Saisonsieg des Thüringer Regionalligisten besiegelte.

Erfurt war mit zwei wesentlichen Änderungen ins Spiel gegangen. Die Rückkehr von Lukas Novy in die Abwehrreihe des FC Rot-Weiß nach dessen Schulterverletzung hatte sich angekündigt, nachdem der Tscheche drei Tage zuvor im Benefizspiel beim Thüringenligisten SpVgg Geratal (5:0) für eine Halbzeit erfolgreich auf den Rasen zurückgekehrt war.

Nicht unbedingt zu erwarten war hingegen der Tausch im Tor. Lukas Cichos musste diesmal auf der Bank bleiben, während Julian Knoll zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an in einem Punktspiel zwischen den Pfosten stand. Der 20-Jährige hatte vor allem die Aufgabe, bei den Kontern der Auerbacher hellwach zu sein. Genau das aber gelang ausgerechnet in der 58. Minute nicht. Knolls Aussetzer bescherte nämlich den Sachsen den Anschlusstreffer durch Marc-Philipp Zimmermann.

3179 Zuschauer erleben Heimsieg im Steigerwaldstadion

Bis dahin schien alles nach Plan zu laufen. Mit einem offensiven 4-3-3-System stellten die Erfurter von Beginn an klar, dass sie gegen den bislang punktlosen Außenseiter unbedingt den ersten Heimsieg erobern wollen. Auch der erste Eckball schon nach zwei Minuten war Beleg dafür. Aber ziemlich schnell wurde gleichzeitig klar, dass man gegen den defensiv eingestellten Gegner vor allem eines aufbringen muss – Geduld.

Das erste Mal hatten die 3179 Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, als Velimir Jovanovic in der 23. Minute nur um Haaresbreite an einer Eingabe von Selim Aydemir von der rechten Seite vorbeirutschte. Zuvor hatte der 1,98 Meter große Petar Lela per Kopf nach einem von Rico Gladrow getretenen Eckball ebenso knapp die Führung verpasst (17.).

Allerdings schaffte es Erfurt zunächst nicht, aus der klaren Dominanz auf dem Feld für noch mehr Torgefahr zu sorgen. Schließlich überzeugten die Gastgeber mit gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, aber eben nur wenigen echten Chancen wie zum Beispiel der straffe Schuss von Lucas Surek, der nur knapp über die Querlatte des Auerbacher Tores zischte (38.). Beim finalen Pass fehlte meist die Genauigkeit.

Einige Fehler in der Erfurter Defensive

So konnte man am Jubelschrei auf den Rängen erahnen, wie wichtig schließlich das erste Tor war. Denn der Kopfballtreffer des 1,96 Meter langen Sinisa Veselinovic nach einer präzisen Flanke von Alexander Schmitt von der rechten Seite war nicht bloß das 1:0 (43.). Ganz nebenbei durfte die Mannschaft im vierten Spiel dieser Saison das bis dahin noch unbekannte Gefühl genießen, auch einmal in Führung zu liegen.

Den Applaus der Zuschauer für die Spieler bei der Rückkehr aus der Kabine durften die RWE-Kicker durchaus als Ansporn für die zweite Halbzeit verstanden wissen, zu keiner Zeit nachzulassen. Denn sicher war der erste Dreier selbst dann nicht, als Schmitt nach einer schönen Vorarbeit von Gladrow zum scheinbar sicheren 2:0 erhöhte (56.).

Als nun Torhüter Knoll patzte und Auerbach traf, stand der Sieg wieder auf tönernen Füßen. Plötzlich unterliefen den Erfurter Abwehrspielern einige Fehler und es schien, als bekämen sie das Nervenflattern. Aber Auerbach war schließlich nicht in der Lage, die Erfurter Defensive ein zweites Mal zu Fall zu bringen.

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