Talsperren-Wasser aus dem Thüringer Wald soll für frisches Grün im Erfurter Norden sorgen

Erfurt.  Grünflächen in der Nördlichen Geraaue sollen durch Wasserleitungen automatisch bewässert werden. Besonders fünf Parkbereiche profitieren.

Im „großen Blumenband“ oberhalb des Nordparks wurden bereits im Frühjahr die Leitungen für die Tröpfchenbewässerung verlegt.

Im „großen Blumenband“ oberhalb des Nordparks wurden bereits im Frühjahr die Leitungen für die Tröpfchenbewässerung verlegt.

Foto: Holger Wetzel

Die für die Bundesgartenschau entstehenden Grünflächen in der Nördlichen Geraaue sollen automatisch bewässert werden. Möglich macht das eine neue Brauchwasserleitung, die von der Straße der Nationen bis zur Karlstraße führen soll, bestätigt Erfurts Gartenamtsleiter Sascha Döll.

Die Leitung soll durch den Auenpark, den Wohngebietspark Rieth, den Park Warschauer Straße, den Park am Klärwerk und den Nordpark führen. Über ein feingliedriges Bewässerungssystem können Bäume, Stauden und Sträucher per Tröpfchenbewässerung gegossen werden. Die mit Löchern ausgestatteten Endleitungen haben eine Mindestlaufzeit von 15 Jahren.

„Angesichts der zunehmenden Trockenperioden kommen wir an einer Bewässerung nicht vorbei“, meint Döll. „Die Tröpfchenbewässerung ist die effizienteste Art, das zu tun.“

Das Wasser wird aus der Westringkaskade entnommen. Bei dem Projekt nutzt die Thüringer Fernwasserversorgung eine sonst nicht mehr benötigte Leitung, um überschüssiges Brauchwasser aus Talsperren im Thüringer Wald in die Erfurter Gera zu leiten.

Das Wasser treibt auch ein Kraftwerk an und füllt den Buga-Teich

Unterwegs können landwirtschaftliche Betriebe Wasser entnehmen. Zudem werden zwei Wasserkraftwerke angetrieben, darunter die im Bau befindliche Anlage an der Straße der Nationen. Das Wasser füllt auch den „Buga-Teich“, der in der Geraaue am Moskauer Platz entsteht.

Für die Bewässerung werde das Wasser entnommen, bevor es das Erfurter Schaukraftwerk erreicht, sagt Döll. Die Leitung ist nur im Sommer aktiv. Übriges Wasser fließt dann in Höhe der Karlstraße in die Gera. Das System wird über moderne Bewässerungsuhren und -computer gesteuert.

Mehrkosten im Haushalt verursache das Projekt nicht, sagt Sascha Döll. Fördergelder für Klimaanpassungsmaßnahmen in Höhe von fast 200.000 Euro wurden im Juni bewilligt, was etwa 40 Prozent der Kosten entspricht. Die restlichen 60 Prozent können durch günstig verlaufene Vergaben in der Nördlichen Geraaue kompensiert werden.

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