Guten Morgen, Erfurt: Augen auf beim Geschenkekauf

Redakteur Michael Keller

Redakteur Michael Keller

Foto: ta

Es naht, trotz dieses nur Nanometer kleinen Fieslings, das Fest der Liebe und der Familie. Zum guten Brauch gehört es, die Liebsten mit Präsenten zu beglücken. Doch auch dieses Jahr heißt es, trotz der extremen Rahmenbedingungen, Augen auf beim Geschenkekauf. Da kann man schnell auf die schiefe Bahn geraten. Am Montag lief in der ARD der Film „Expedition Arktis“. Ein Epos über 300 Helden, die im ewigen Eis das zusammentragen, was uns zeigt, dass Enkel oder Urenkel ein riesiges Problem bekommen werden. Irgendwann fällt der Blick zufällig auf ein programmatisches Druckerzeugnis und man greift sich an den Kopf. Da wird – festhalten – eine Kabeltrommel mit 3,5 Meter Salami angeboten. Oder Lippenstifte zum Essen, ein dämliches „Männerkissen“ oder ein Schoko-Werkzeug-Set für Kinder. Es macht fassungslos, wie die Industrie bemüht ist, aus wertvollen Rohstoffen unsinniges Zeug, die Großmutter hätte „Mist“ gesagt, zu produzieren. Fazit: Nichts verstanden.

Versuchen Sie es zum Fest der Feste mal mit etwas aus der heimischen Werkstatt. Damit sich die klugen Menschen auf der „Polarstern“ nicht ein Jahr am Nordpol, fünf Monate davon ohne Sonne, den Allerwertesten aufgerissen haben, um der Menschheit Fakten und Zahlen zu liefern, wie die an ihrem eigenen Untergang bastelt.