Heftige Kritik an der Stadt wegen erneutem Baustellen-Verkehrschaos in Erfurt

Erfurt  Die Nerven der Verkehrsteilnehmer in Erfurt werden derzeit wieder arg strapaziert. Grund sind neue Baustellen im Süden der Stadt. Viele Einwohner der Stadt äußern ihren Unmut und Unverständnis auf Facebook.

In der Arnstädter Straße wird derzeit ein Radweg gebaut.

In der Arnstädter Straße wird derzeit ein Radweg gebaut.

Foto: Marco Schmidt

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Seit dem 9. September wird in Erfurt der lang herbeigesehnte Radweg in der Arnstädter Straße gebaut. Dadurch musste von Seiten der Stadt die Arnstädter Straße stadteinwärts zwischen Friedrich-List-Straße und Schillerstraße für den öffentlichen Verkehr voll gesperrt werden. Seit dem gestrigen Montag ist in diesem Bereich eine weitere Großbaustelle dazugekommen. Im Bereich Windhorststraße/Friedrich-Ebert-Straße sowie Richard-Wagner-Straße werden noch bis Anfang November die Gleise der Straßenbahn erneuert.

Was die Rad- und Straßenbahnfahrer freuen dürfte, ärgert die Verkehrsteilnehmer, die auf vier Rädern unterwegs sind, umso mehr. Denn durch die Sperrung der Fahrbahn stadteinwärts kommt es teils zu erheblichen Staus.

Erfurter können Planung der Stadt absolut nicht nachvollziehen

Facebook-Nutzer berichten in der Gruppe „ Unser <3 Erfurt“ davon, wie sie bis zu zwei Stunden lang in einem Stau standen, in welchem es weder vor noch zurück ging. Von der Sperrung betroffen sind aber auch Anwohner der Windhorststraße, welche derzeit ihre Wohnungen lediglich zu Fuß erreichen können. Andere Anwohner berichten von katastrophalen Zuständen, sie kommen mit dem Auto überhaupt nicht mehr von ihren Grundstücken. Viele Erfurter verstehen nicht, warum die Stadt nahezu gleichzeitig zwei Großbaustellen in einem Gebiet eröffnet hat.

Auf unserer Erfurter Facebook-Seite hagelt es für die Stadtplaner ebenfalls Kritik. Ronny Flügel fragt sich, wie man drei Baustellen an einem Knotenpunkt gleichzeitig öffnen kann. Steffen Joost berichtet, wie er am Montag eine Stunde benötigte, um vom Waldcasino bis zur Sportschule zu kommen. Er fragt sich zudem, warum man seit der Sperrung nun auch die Linksabbiegespur zur Kranichfelder Straße auf Höhe der Tankstelle gesperrt hat. Dirk Agentiko bemängelt die aus seiner Sicht katastrophale Ausschilderung der Umleitung.

Tatsächlich hält das Baustellenchaos in Thüringens Landeshauptstadt an. Derzeit sind drei Einfahrten der Stadt gesperrt. Neben der Großbaustelle in der Arnstädter Straße kommt hinzu, dass im Westen die Binderslebener Landstraße zu gemacht wurde und im Osten ist die Einfahrt am Herrenberg dicht.

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