Herr der Ringe, die Königin und eine Premiere sorgten in Erfurter Thomaskirche für Überraschung

Anja Derowski
| Lesedauer: 2 Minuten
Etwa 150 Kinder und Jugendliche standen in der Thomaskirche auf der Bühne oder saßen im Orchester.

Etwa 150 Kinder und Jugendliche standen in der Thomaskirche auf der Bühne oder saßen im Orchester.

Foto: Roy Dieckmann

Erfurt.  Die Konzerte zum neuen Jahr des Königin-Luise-Gymnasiums Erfurt begeisterten mehr als 1500 Zuhörer. Es gab sogar eine Premiere:

Etwa 150 musizierende Kinder und Jugendliche in verschiedenen Ensembles vor mehr als anderthalbtausend Zuschauern in fünf Konzerten – das ist die Bilanz eines außergewöhnlich musikalischen Jahresbeginns am Königin-Luise-Gymnasium (KLG) im Januar 2023.

Das letzte Konzert in der Thomaskirche zählte als besonderer Abschluss dazu. Hier traten jetzt sowohl Orchester und Sänger zusammen auf. „Außerdem konnte zum ersten Mal der lange gehegte Wunsch nach einem gemeinsamen Konzert mit dem Unichor Erfurt erfüllt werden“, berichtet Schulleiter Michael Walther erfreut. Die Häufung der Konzerte am KLG in diesem Monat hatte ihre Ursache auch darin, dass im Dezember die geplanten Chorkonzerte aufgrund des hohen Krankenstandes abgesagt werden mussten. „Dann machen wir halt eine After-Christmas-Party“, entschied Eberhard Luschnitz, der zusammen mit Nikolaus Dettenbach die Vokalgruppen leitet.

Zusammen mit dem Orchester hatte die Juniorband bereits am zweiten Januar-Wochenende ihr Können im Kaisersaal bewiesen, jetzt spielten sie mit ihrer Auftrittserfahrung auch bei diesem dritten Neujahrskonzert eine Auswahl ihrer Stücke. Ganz neu aber waren die Lieder, mit denen der Unichor Erfurt zusammen mit dem symphonischen Jugendblasorchester des KLGs auftrat. Die Kooperation kam über Benedikt Noll zustande, der an der Schule Musik unterrichtet und sowohl die künstlerische Leitung des Chores als auch des Orchesters – letzteres zusammen mit Ulrich Frefat – innehat. Für ihn war es also eine besondere Freude aber auch Herausforderung, mit Titeln aus dem Soundtrack von „Herr der Ringe” oder dem Lied „A Nightingale Sang in Berkeley Square” seine beiden Ensembles zusammenzubringen.

„Ganz toll, wie ihr das neben Klausuren, Hausaufgaben, Familie und noch anderen Hobbys auf die Reihe bekommt”, lobte Bodo Stürcke, Vorstandsvorsitzender des Vereins „Königin Luise macht Musik“ alle Mitwirkenden. Der Verein war Veranstalter und konnte zum ersten Mal mit einem eigenen Ticket-System an den Start gehen. Die Erlöse und die zusätzlichen Spenden können u.a. in die Unterstützung der anstehenden Ensemblefahrten und in die Instandhaltung der Leihinstrumente gehen. Auch ein neues Projekt hat sich in den letzten Tagen aufgetan, das die finanzielle Hilfe gut gebrauchen kann: Im Juni darf die Bläserklasse der 6C Thüringen bei der „Bundesbegegnung Schulen musizieren“ vertreten.