Jugendpfleger der Gera-Aue mit pfiffigen Ideen

Arnd Schulz ist für die Dörfer der VG Gera-Aue sowie Elxleben und Witterda sozusagen die neue Brigitte. Von seiner rührigen und ringsum bekannten Vorgängerin übernahm der Diplomsozialpädagoge/Sozialarbeiter den Posten des Bereichsjugendpflegers. Und füllt ihn mit neuen pfiffigen Ideen aus.

Arnd Schulz  ist der neue Bereichsjugendpfleger für die  Dörfer in der  Gera-Aue.  Foto: Katrin Müller

Arnd Schulz ist der neue Bereichsjugendpfleger für die Dörfer in der Gera-Aue. Foto: Katrin Müller

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Erfurt. Der Jugendraum neben dem Walschlebener Sportplatz könnte schon etwas frische Farbe vertragen. "Das haben wir mit den Kidis auch vor", kündigt Arnd Schulz an. "Doch wir sind richtig froh, dass wir diese Möglichkeit haben."

Räume und inhaltliche Angebote für die Heranwachsenden und Jugendlichen ab 12 Jahren zu bieten, sei das Fundament einer erfolgreichen Jugendarbeit, setzt der studierte Diplomsozialpädagoge und Sozialarbeiter Prämissen.

Die Platzangebote mit regelmäßigen Nutzungszeiten und Betreuung stehen mit dem Jugendraum in Walschleben, dem Jugendclub in Andisleben, jetzt dem neuen Versammlungsraum in der Ringlebener Neuen Straße, einem Zimmer am Park (bei der Regelschule) in Elxleben und, so lange der "Goldene Widder" in Witterda noch um- und ausgebaut wird, mit einem Zimmer in der Gemeindevertretung bereit.

Solche festen Adressen seien ebenso wichtig wie die ständige Erreichbarkeit des Bereichsjugendpflegers – sei es bei Gesprächen auf den Dorf-Gassen oder über die bekanntgegebene Handy-Nummer. "Ob und wie diese Angebote dann angenommen werden, ist die zweite Seite", weiß der 30-jährige Erfurter. Denn natürlich kennt er auch den zweiten Walschlebener Jugendclub, die Buha (Bushaltestelle). Er weiß und findet es gut, dass sich in Andisleben junge Leute selbst eine "Bude" gesucht und ausgebaut haben, in denen sie auch mal an "Maschinchen" rumschrauben. Na, und dass junge Damen sich mal reihum zum Quatsch- und Tratschclub treffen sowieso. Man brauche schon verschiedene Plätze. Und vielleicht können ja auch manche Orte und manche Altersgruppen nicht so gut miteinander?

Ebenso versucht der Bereichsjugendpfleger bei den inhaltlichen Angeboten die Interessen zu ergründen und zu treffen. Aber ob dies immer für alle gelingt oder überhaupt gelingen muss?

Sehr gut angekommen sei jedenfalls, so berichtet Arnd Schulz, das für alle fünf Gemeinden (in der Stadt Gebesee läuft die Jugendarbeit über die Diakonie) vorbereitete Halloween-Turnier. Fünf Mannschaften kamen nach Walschleben – zum Fußballspielen und Kürbisschnitzen. Wahrscheinlich werde so ein Turnier auch künftig wieder eingeplant. In Andisleben gab es ein Tischtennis-Kickerturnier mit anschließender Grillparty.

"Alles, was mit Bewegung und Action zu tun hat, kommt gut an", ist der Jugendpfleger überzeugt. Insofern sollte das

1. Nikolaus-Rennen auf der Leubinger Kartbahn am 4. Dezember nicht an mangelndem Interesse scheitern.

Und natürlich sind die Bürgermeister der Gemeinden, die seine Arbeit schließlich auch anteilig finanziell bezuschussen, die Partner. Sie unterstützten die Jugendarbeit u. a. durch die Bereitstellung von Gemeinderäumen. Und sie haben auch die Handy-Nummer des Jugendpflegers. Aber nächtliche Feuerwehr will Arnd Schulz nicht spielen. Zum Glück kam auch noch kein solcher Notruf.

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