Keine Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden

Erfurt.  Oberbürgermeister lobt Disziplin und Hilfsbereitschaft der Erfurter Bevölkerung.

Erfurt verwaist: die Altstadt am Abend.

Erfurt verwaist: die Altstadt am Abend.

Foto: Michael Keller

„Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Wir haben in der Stadt keine Neuinfizierung in den letzten 24 Stunden“. Bei Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) und seiner Bürgermeisterin und Beigeordneten Anke Hofmann-Domke (Linke) war am Montag, 30. März, die Erleichterung unübersehbar. Damit bleibe es bei der Zahl von 77 Infizierten. Drei Menschen sind schwer erkrankt. Zugleich hat sich die Zahl der Genesenen um weitere zwei erhöht und liegt aktuell bei 20. 826 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne, 240 sind Erkrankte und deren Kontaktpersonen, 586 sind Reiserückkehrer. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Das klinge hoffnungsfroh und deute darauf hin, dass die Maßnahmen Wirkung zeigten, so Bausewein. Der „allergrößte Teil der Erfurter Bevölkerung“ halte sich daran und das scheine „einen gewissen Effekt“ zu zeigen. „Die Erfurterinnen und Erfurter werden das aushalten bis zum 20. April. Dann wird die Lage neu bewertet. Zwar gibt es noch eine große Unsicherheit, aber auch die Bereitschaft, sich über die Corona-Hotline kundig zu machen“, so Anke Hofmann-Domke. Sie weiß, Spannungen werden entstehen. „Aber es gibt keine Alternative, den Appell an die Kontaktsperre durchzuhalten. Das wird entscheidend sein, um die Infektionskette zu unterbrechen“, bekräftigt der OB.

Leider könne sich nicht jeder von sich aus auf eine Infektion testen lassen. Das gebe die aktuelle Laborkapazität nicht her. Seine Stellvertreterin versprach jedoch, den Fall einer Erfurterin, die für sich die typischen Merkmale einer Infizierung festgestellt haben will, aber keine Möglichkeit für einen Test bekommen haben will, mit der Beschwerdestelle der Kassenärztlichen Vereinigung zu überprüfen. Die Stadt selber habe vor etwa eineinhalb Wochen Schutzbekleidung und Atemmasken für Feuerwehr und Gesundheitsamt bestellt, bislang aber noch nicht geliefert bekommen, so der OB. Zugleich lobte er, dass die Erfurter in der Krise zusammenstehen. Es gebe eine große Hilfsbereitschaft und Solidarität. Und eine lange Liste an Hilfsangeboten, ergänzt seine Bürgermeisterin.