Kippen und Kinder gehören nicht zusammen

Erfurt.  Kampagne der Stadt „#ErfurtKippenfrei“ startet in zweite Phase mit Fokus auf die Spielplätze

Der Beigeordnete für Sicherheit und Umwelt, Andreas Horn (l.) und Marco Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft, zeigen das neue Plakat gegen Kippen auf dem Spieplatz.

Der Beigeordnete für Sicherheit und Umwelt, Andreas Horn (l.) und Marco Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft, zeigen das neue Plakat gegen Kippen auf dem Spieplatz.

Foto: Marco Schmidt

Kippen haben auf Spielplätzen nichts zu suchen. Mit dieser klaren Botschaft startet der zweite Teil der Kampagne "#ErfurtKippenfrei“ – dieses Mal mit dem Fokus auf Spielplätzen, auch weil nun die Ferien beginnen. Treffpunkt war, natürlich passend, an einem Spielplatz. Hinter der Krämerbrücke berichteten Ordnungsdezernent Andreas Horn und Marco Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft, über den Erfolg der bisherigen Kampagne.

„Es geht nicht darum, das Rauchen zu verbieten", betont Andreas Horn. Was dann aber mit der Kippe geschieht, ist oft Umweltverschmutzung pur. Ein weggeworfener Zigarettenstummel vergiftet etwa 40 Liter Grundwasser. „Und nun stellen Sie sich mal vor, was passiert, wenn ein Kind auf dem Spielplatz eine Kippe findet und in den Mund steckt“, führt Andreas Horn weiter aus. „Kippen in den Händen von Kindern sind gefährlich.“

Ein anderer Aspekt ist der des Reinigens. Statistisch betrachtet werden täglich etwa 500.000 Zigaretten in Erfurt konsumiert. Eine Kippe aufzulesen, braucht etwa 10 Sekunden. Die Kippe, das bestätigen die Straßenreiniger, ist der unangenehmste Streumüll. Sie lässt sich nur schwer auflesen.

„Jeder Aufwand, die Bürger zum Nachdenken über ihr Wegwerfverhalten anzuregen, lohnt sich. Es ist immer noch günstiger, als mit spitzen Fingern die Kippen aus der Rille zu klauben“, sagt Marco Schmidt. Denn ein hohes Müllaufkommen bedarf zusätzlicher Mitarbeiter. „Mehr Mitarbeiter bedeuteten mehr Kosten, also mehr Gebühren für den Bürger“, schließt Marco Schmidt den Kreis. Daher legen Stadt und Stadtwirtschaft großen Wert auf die Prävention. Ein Team samt Zigarettenfigur wird wieder durch Erfurt gehen, Plakate werden gehängt, in den sozialen Netzwerken wird ohnehin seit Wochen heiß über das Thema diskutiert.

Erwischt der Stadtordnungsdienst einen Passanten beim Kippe-Wegwerfen macht das 50 Euro.