Möbisburg beruft zum Freibad eine Bürgerversammlung ein

Matthias Thüsing
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Das Freibad in Möbisburg soll erhalten bleiben. Archiv-Foto: Marco Schmidt

Das Freibad in Möbisburg soll erhalten bleiben. Archiv-Foto: Marco Schmidt

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Möbisburg. Der Ortsteilrat von Möbisburg spricht sich einstimmig für den Erhalt des Freibades aus. Nur über den Weg dorthin wird noch debattiert.

Der Ortsteilrat von Möbisburg sucht nach der geeigneten Strategie gegen die Schließungspläne für das örtliche Freibad. "Wir müssen von Anfang an dagegen halten", so Ortsteilbürgermeister Gerd Nolte. "Ziel muss natürlich sein, das Bad zu erhalten."

Das will auch der Vorsitzende des Schwimmbad-Fördervereins Rainer Schrader. Er erinnerte daran, dass die Stadt schon 2011 ein Konzept für den dauerhaften Erhalt des Freibads vorlegen sollte. "Es muss laut diesem Stadtratsbeschluss um die Frage gehen, wann und wie das Becken saniert wird. Es geht nicht um dessen Schließung." Schrader erwartet von der Erfurter Bäder GmbH daher nun Gespräche darüber, welche Sanierungen durchgeführt werden müssen und was die einzelnen Maßnahmen kosten. Zudem müsse dargelegt werden, ob die jeweiligen Arbeiten Auswirkungen auf den geltenden Bestandsschutz für die Technik des Bades haben könnten.

Sollten umfangreiche Arbeiten am Schwimmbad vorgenommen werden, könnten die seit einigen Jahren geltenden EU-Bestimmungen den Einbau von neuer und teurer Filtertechnik notwendig machen. Gemeinsam mit den Stadtwerken müsse man schauen, ob Arbeiten auch schrittweise durchgeführt werden könnten, so Schrader.

Carsten Gloria, SPD-Ratsherr und ebenfalls Mitglied im Schwimmbad-Förderverein, plädiert dagegen dafür, in die Verhandlungen mit der Maximalforderung zu gehen. "Ich werde mich dafür einsetzen, sowohl das Dreienbrunnenbad als auch Möbisburg zu erhalten", so Gloria.

Der Charakter des Bades soll erhalten werden

Von dem Angebot, sich auf schrittweise Sanierungen einzulassen, halte er nichts. Anderenfalls stehe man alle zwei Jahre erneut vor Schließungsdebatten.

CDU-Stadträtin Marion Walsmann warnte vor allzu umfassenden Sanierungen, um den Charakter des Bades nicht zu gefährden: "Hier kann man wenigstens noch schwimmen", so Walsmann. Zugleich bezweifelt sie, dass in den anderen Freibädern die Kapazitäten ausreichen würden, die Badegäste von Möbisburg und Dreienbrunnen aufzunehmen, sollten sie tatsächlich geschlossen werden.

Einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Bädererhalt geht der Ortsteil kommenden Montag. Bäderchefin Kathrin Weiß hat angeboten, ihre Überlegungen vor Ort vorzustellen. Zu der Bürgerversammlung sind nicht nur Möbisburger, sondern alle Freunde des Freibads eingeladen.

! Montag, 23. März, 18 Uhr: Bürgerversammlung im Bürgerhaus Möbisburg