Nada mit Berufung gescheitert: Erfurter Lehmann-Dolle vom Doping-Vorwurf freigesprochen

dpa
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Wurde vom Vorwurf des Eigenblut-Dopings freigesprochen: Robert Lehmann-Dolle. Er hofft nun, dass er seinen Trainer-Job wieder aufnehmen darf.

Wurde vom Vorwurf des Eigenblut-Dopings freigesprochen: Robert Lehmann-Dolle. Er hofft nun, dass er seinen Trainer-Job wieder aufnehmen darf.

Foto: Hannibal Hanschke/dpa (Archivfoto) / dpa

Lausanne.  Ex-Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ist erneut von allen Dopingvorwürfen freigesprochen worden. Der Erfurter war 2019 vom später verurteilten Doping-Arzt Mark S. belastet worden.

Der ehemalige Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ist vor dem internationalen Sportgerichtshof Cas erneut von allen Dopingvorwürfen freigesprochen. Wie sein Sportrechtsanwalt Rainer Cherkeh am Montag mitteilte, wurde die Berufung der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada gegen den Entscheid des Deutschen Sportschiedsgerichts Dis vom 13. August 2020 am Montag mit dem Cas-Schiedsspruch abgewiesen.

"Ich bin natürlich froh über diese Entscheidung, auf die ich seit der Verhandlung im Juni gewartet habe", sagte Lehmann-Dolle nach dem für ihn kostenintensiven Verfahren. Nicht einmal zehn Prozent seiner Kosten habe er trotz des Freispruchs decken können. Die Nada war wegen des Doping-Freispruchs für den ehemaligen Olympia-Teilnehmer aus Erfurt vor den Cas gezogen und musste nun eine Niederlage einstecken.

Die Nada wollte die Entscheidung des Dis überprüfen lassen, mit der Lehmann-Dolle vom Vorwurf des Eigenblut-Dopings freigesprochen worden war, weil die Nada aus Sicht des Sportschiedsgerichts nicht ausreichend Beweise vorlegen konnte.

Erfurter Arzt belastete Lehmann-Dolle

Im Sommer 2021 hatte der 37 Jahre alte Ex-Eisschnellläufer auch seinen Arbeitsgerichtsprozess gegen den Olympiastützpunkt Berlin gewonnen, nachdem er von diesem von seiner Tätigkeit als Nachwuchs-Trainer entbunden worden war. "Der OSP ist dagegen in Berufung gegangen, aber ich bin felsenfest überzeugt, dass ich meine Tätigkeit dort wieder aufnehmen kann", sagte Lehmann-Dolle.

Der dreimalige Olympia-Teilnehmer war vom Erfurter Arzt Mark S. im Zuge der "Operation Aderlass" belastet worden. Der Mediziner ist inzwischen am 15. Januar vom Landgericht München II wegen Sportbetrugs und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden, verbunden mit einem Berufsverbot von drei Jahren und einer Geldstrafe von 158.000 Euro.

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