Neue Corona-Verfügung: Was in Erfurt nun erlaubt ist und was nicht

Erfurt.  Am Dienstag tritt eine städtische Allgemeinverfügung in Kraft. Wir stellen die neuen Corona-Regeln vor

Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen, sollen bald auch in Erfurt aufgestellt werden.

Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen, sollen bald auch in Erfurt aufgestellt werden.

Foto: Stefan Sauer / ZB

In der City und anderswo müssen ab Dienstag Masken getragen werden, Kneipen und Gaststätten müssen 23 Uhr schließen, Weihnachtsmärkte finden nicht statt: Durch eine neue Allgemeinverfügung erfährt das Leben in Erfurt gravierende Veränderungen. Alle aktuellen Entwicklungen zum Corona-Virus in Thüringen lesen Sie in unserem Blog.

Die Verordnung gilt zunächst bis 30. November. Nach zwei Wochen werden die Maßnahmen ausgewertet. Änderungen, auch Verschärfungen, sind dann möglich. Wir fassen die neuen Regeln zusammen.

Maskenpflicht. Ein Mund-Nase-Schutz muss ab sofort auch in Freiluftbereichen getragen werden. Die Maskenpflicht gilt im gesamten Innenstadtring. Außerhalb der City-Zone sind überdachte Parkplätze von Einkaufszentren, Haltestellen, Fußgängerzonen, Unterführungen und Märkte betroffen.

Weiterhin können alle öffentlichen Gebäude, Hotels und Gastrobetriebe, Praxen, öffentliche Transportmittel und Taxen nur mit Maske betreten werden. Wer in einer Gaststätte am Tisch sitzt, darf die Maske abnehmen. Ausgenommen sind ansonsten nur Kinder bis 6 Jahre und Menschen, die per ärztlichem Attest befreit sind. Beim Personal von Einrichtungen hängt es vom Hygienekonzept ab, ob ein Schutz getragen werden muss.

Die Mund-Nase-Bedeckung muss dicht anliegen und gut sitzen. Visiere oder Schilde sind als Alternative nicht gestattet.

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Sperrstunde. Eine Sperrstunde wird zwischen 23 und 5 Uhr eingeführt. 23 Uhr müssen also Gaststätten, Kneipen und Bars schließen. Alkohol darf in dieser Zeit auch nicht an anderen Orten verkauft werden, also etwa in Tankstellen oder im Einzelhandel, die allerdings weiter öffnen dürfen.

Kontaktbeschränkung. Gruppen im öffentlichem Raum dürfen höchstens aus zehn Personen bestehen. Das gilt auch für nicht öffentliche Veranstaltungen, egal, ob in geschlossenen Räumen oder an der frischen Luft. Für private und Familienfeiern gilt darüber hinaus, dass nicht mehr als zwei Haushalte gemeinsam feiern dürfen.

Weihnachtsmarkt Das Martinifest und der Erfurter Weihnachtsmarkt sind endgültig abgesagt. Das gilt sowohl für den städtischen Markt als auch für geplante private Adventsmärkte oder einzelne Glühwein-Buden. Keine Chance auf Durchführung haben zudem jegliche Volks- und Dorffeste, Tänze, Herbstfeuer, Schützenfeste und Kirmesfeiern.

Veranstaltungen Kulturveranstaltungen dürfen nur noch vor kleinem Publikum stattfinden. In Räumen beträgt die maximale Teilnehmerzahl 25, draußen 100. Ein Infektionsschutzkonzept muss mindestens eine Woche zuvor dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. Bürgerhäuser und Gerätehäuser der Stadt dürfen nicht genutzt werden.

Messen, Spezialmärkte und Ausstellungen dürfen stattfinden, solange der Vergnügungsaspekt nicht überwiegt. Speisen oder Getränke dürfen allerdings nicht angeboten werden. Zudem muss durchgängig eine Maskenpflicht umgesetzt werden. Auch in diesem Fall müssen Infektionsschutzkonzepte vorliegen.

Religiöse, parteipolitische, amtliche und betriebliche Versammlungen sind gestattet. Wird gesungen, müssen Masken auch auf Sitzplätzen getragen werden.

Sport. Training und Sportveranstaltungen dürfen stattfinden. Fitnessstudios bleiben geöffnet. Die Veranstaltungen brauchen aber ein bestätigtes Konzept. Zuschauer sind bei allen Sportveranstaltungen verboten, auch im Stadion.