Neues Umspannwerk setzt den Erfurter Nordosten unter Strom

Erfurt.  Die Stadtwerke sichern die perspektivische Stromversorgung im Nordosten mit einem neuen Umspannwerk

Zur Inbetriebnahme des Umspannwerkes Nord wurde am Dienstag mit Sekt angestoßen

Zur Inbetriebnahme des Umspannwerkes Nord wurde am Dienstag mit Sekt angestoßen

Foto: Foto: Michael Keller

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Sieben Umspannwerke hat die Stadt bereits. Jetzt kommt noch ein achtes nach zwei Jahren Bauzeit hinzu. Die Stadtwerke hatten am Dienstag zur symbolischen Inbetriebnahme von Nr. 8 eingeladen. Sogar eine Hausnummer hat das 9,3 Millionen Euro teure Objekt bekommen: An der Lache 20. Stadtwerkechef Peter Zaiß war gekommen, um seinem Geschäftsführer der SWE Netz GmbH zuzusehen und zuzuhören, als der vor den Gästen – vorwiegend jene Kollegen, die den Bau errichtet hatten – die Entscheidungsgründe für den Neubau und dessen wichtigste technische Eckpunkte nochmals darlegte.

Kapazität und Qualität stießen an ihre Grenzen

Im Norden expandiere die Stadt, es gebe Gewerbeansiedlungen, Brachflächen würden erschlossen. Jährlich entstünden bis zu 1000 neue Wohnungen in dem Gebiet. Man sei an der Kapazitäts- und Qualitätsgrenze angelangt. Mit Weitblick schaffe man mit der neuen Versorgungseinheit die Voraussetzungen für den perspektivischen Bedarf im Nordosten, so Heidemann. Und auch, um regenerativen Strom aus Fotovoltaik und Windkraft aufnehmen zu können. Ein dritter Grund, so Heidemann, sei der Siemens-Standort in unmittelbarer Nachbarschaft.

Auch Siemens profitiert von der neuen Anlage

Für das Erfurter Generatorenwerk habe man mit einer 110 kV-Leitung ideale Voraussetzungen für eine Stabilisierung des Standortes geschaffen. Man habe einen 5-Jahres-Vertrag mit Siemens für Flächen, auf denen weitere Trafos errichtet werden könnten, geschlossen. Der Plan für Umspannwerk Nr. 8 entstand 2015. 2016 erwarb man das Grundstück an dieser idealen Stelle. Denn es zähle immer zu den großen Schwierigkeiten, technische Bauwerke in urbanem Umfeld zu errichten.

30 Firmen wirkten an der Errichtung mit

2018 erfolgten Spatenstich und Richtfest, in der ersten Jahreshälfte wurde ein 110 kV-Kabel durch ein Wohngebiet im Erdboden verlegt. Für die Station wurden 4000 Kubikmeter Erde, 500 Kubikmeter Steine bewegt, 300 Kubikmeter Beton und 90 Tonnen Stahl verbaut. 30 Firmen wirkten an der Errichtung mit. Nun ist es trotz einiger Widrigkeiten – man hatte mit Vandalismus und Diebstählen zu kämpfen, die erst nach Installation einer Videoanlage aufhörten – alles vollbracht.

Fünf Ortsteile wurden neu angeschlossen

Die Anlage sei bereits seit August am Netz, so Heidemann. Stotternheim, Schwerborn, die Sulzer Siedlung, Hohenwinden und Ilversgehofen werden mit Strom aus Nr. 8 versorgt. Und auch das internationale Logistikzentrum vor den Toren Stotternheims profitiere nun von Frequenz, Spannung und Stromstärke in bewährter Qualität.

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