Parlament tagt ohne Besucher auswärts im Erfurter Steigerwaldstadion

Erfurt.  Der Thüringer Landtag wird sich am Freitag nicht im Plenarsaal zusammenfinden, sondern auf das Erfurter Steigerwaldstadion ausweichen. Pro Plenarsitzung fallen 25.000 Euro an.

„Der Schutz vor dem Coronavirus lässt es momentan nicht zu, dass der Landtag in voller Besetzung in seinem Plenarsaal zusammentritt“, erklärte Landtagspräsidentin Birgit Keller.

„Der Schutz vor dem Coronavirus lässt es momentan nicht zu, dass der Landtag in voller Besetzung in seinem Plenarsaal zusammentritt“, erklärte Landtagspräsidentin Birgit Keller.

Foto: Sascha Fromm (Archivfoto)

Erstmals seit seiner Zusammenkunft auf der Wartburg bei Eisenach im Jahr 1993 tagt der Thüringer Landtag am Freitag auswärts. Wegen der Corona-Krise zieht das Parlament für seine nächste Sitzung in den Parksaal des Erfurter Steigerwaldstadions, wie der Landtag am Mittwoch mitteilte. „Der Schutz vor dem Coronavirus lässt es momentan nicht zu, dass der Landtag in voller Besetzung in seinem Plenarsaal zusammentritt“, erklärte Landtagspräsidentin Birgit Keller. Pro Plenarsitzung werden rund 25.000 Euro fällig - für Miete, Technik, Wachschutz, Hygienemaßnahmen und das Anbieten einer Live-Übertragung im Internet. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Auch eine Verkleinerung des Parlaments war im Gespräch. Dann hätte der Landtag im Plenarsaal zusammenkommen können. Mehrere Fraktionen hatten für diese Variante geworben, vor allem um Kosten zu sparen. Doch eine Abgeordnete aus der AfD-Fraktion sprach sich gegen diese Lösung aus und das Vorhaben scheiterte.

In der ersten Plenarsitzung nach Einführung der strengen Anti-Corona-Maßnahmen, die ohne Besucher stattfindet, soll es unter anderem um die Finanzierung von Soforthilfen gehen.

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