Planung für Hallen-Erweiterung in Erfurt wird ausgeschrieben

Erfurt  Stadtrat für Aufstockung der Mittel und Sofortmaßnahmen an Eishockey-Halle. Fördermittel werden beantragt. Bäder-Sanierung gesichert

Vereinsmitglieder und Anhänger des Eishockey-Clubs demonstrierten am Mittwoch vor dem Stadtrat auf dem Fischmarkt für die Erweiterung ihrer Halle.

Vereinsmitglieder und Anhänger des Eishockey-Clubs demonstrierten am Mittwoch vor dem Stadtrat auf dem Fischmarkt für die Erweiterung ihrer Halle.

Foto: Holger Wetzel

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Die Entwurfsplanung für eine Erweiterung der Kleinen Eishalle soll in den nächsten Wochen ausgeschrieben werden. Das hat Sportdezernent Steffen Linnert (SPD) angekündigt. Die fertige Entwurfsplanung gilt als Voraussetzung für die neuerliche Anmeldung von Fördergeldern beim Land. Laut Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) braucht die Stadt eine Förderquote von mindestens 40 Prozent, um das Vorhaben umsetzen zu können.

Dass die Halle nach den Ursprungsplänen saniert und erweitert werden soll, hat der Stadtrat einstimmig bekräftigt. Mit dem Beschluss verpflichtete er sich zugleich, die Maßnahme in dem November oder Dezember erwarteten Nachtragshaushalt finanziell abzusichern und die Mittel auf rund 9,5 Millionen Euro aufzustocken.

Zugleich besagt ein von der CDU eingereichter Änderungsantrag, dass erste Sanierungsmaßnahmen zeitnah beginnen. Einige Probleme der Halle wie der Zustand der Banden oder der Beleuchtung seien „ziemlich akut“, meinte Bausewein auf Nachfrage. Es solle aber nicht in etwas investiert werden, das bei der Erweiterung im zweiten Schritt wieder abgerissen werde.

In der Debatte erklärten alle Fraktionen große Einigkeit darin, dass die Halle nicht nur durch Reparaturen im Zustand erhalten, sondern auch saniert und erweitert werden soll. Die Verwaltung wurde aufgefordert, den zuständigen Ausschuss im November über den Stand der Planung zu unterrichten.

Mit dem einstimmig gefassten Beschluss bestätigte der Stadtrat auch die Finanzierung der Freibad-Sanierungen in Möbisburg und im Dreienbrunnenbad. Die Mehrkosten sollen demnach, wie von der Verwaltung zuletzt vorgeschlagen, über höhere Schlüsselzuweisungen des Landes ausgeglichen werden.

Zuvor hatte die Verwaltung geplant, die Mehrkosten aus dem Haushalts-Budget der kleinen Eishalle abzuzweigen und die Halle nur im Bestand zu erhalten. Dieser Vorstoß hatte heftige Proteste ausgelöst und zu der Grundsatz-Debatte über die „Kartoffelhalle“ geführt.

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