Prellers Dreierpack entscheidet rassiges Duell auf dem Göldner

Sondershausen  Fußball-Thüringenliga: Der FC An der Fahner Höhe behauptet mit einem verdienten 3:1-Auswärtssieg beim BSV Eintracht Sondershausen die Tabellenführung

Für diese „Notbremse“ gegen Milos Gibala sah Fahner-Keeper Julian Schorch glatt Rot – wie auch Sondershausens Stephan Ludwig, der ihn anschließend umstieß.

Für diese „Notbremse“ gegen Milos Gibala sah Fahner-Keeper Julian Schorch glatt Rot – wie auch Sondershausens Stephan Ludwig, der ihn anschließend umstieß.

Foto: Sebastian Fernschild

Es war die 79. Minute. Da sprang Tobias Busse mit lautem Schrei, geballter Faust und einem breiten Grinsen auf dem Gesicht aufs Spielfeld. Denn zu diesem Zeitpunkt erzielte Carlo Preller das 3:1 für den FC An der Fahner Höhe in der Fußball-Thüringenliga bei Eintracht Sondershausen und entschied somit das Spiel. Es war Prellers dritter Treffer und dieser unmittelbar nach dem Anschluss der Gastgeber. Damit nahmen die Gäste jegliche Hoffnung der Sondershäuser, doch noch einen Punkt gegen den großen Favoriten zu holen.

Es war ein hitziges Duell zweier offensiv agierender Mannschaften. Sondershausen stellte sich nicht hinten rein, sondern ging voll drauf. Und so hatten die Gastgeber die große Chance, nach vier Minuten in Führung zu gehen. Aber der Freistoß von Stephan Ludwig sprang vom Innenpfosten wieder raus. Glück für die Busse-Elf. Doch diese kam danach immer besser ins Spiel, auch wenn Nick Walters Freistoß in der zehnten Minute ins Niemandsland ging.­

Dem 0:1 ging dann ein zweifelhafter Freistoßpfiff voraus. Der Pfiff hätte auch für Sondershausen sein können, wenn nicht sogar müssen. Aber so nahm Carlo Preller das „Geschenk“ an und wuchtete den Ball direkt in die Maschen (26.). Sondershausen Schlussmann Piotr Rusek hatte noch seine Aktien an dem Treffer, da ihm der Ball durchrutschte. Kurze Zeit später machte Rusek seinen Fehler wieder gut und hielt stark gegen den allein aufs Tor stürmenden Preller. Kurz vor der Halbzeit foulte Sondershausen Adam Grisgraber Dimo Raffel hart und sah dafür die gelbe Karte. Doch damit nicht genug, es kam schnell zur Rudelbildung vor der Sondershäuser Bank, da die Gäste einen provozierenden Spruch gehört haben wollten. Den gab es aber nicht. Und so ging es nach kurzem Luftholen weiter.­

Gleich nach Wiederanpfiff die kalte Dusche für die Hausherren: Preller spazierte durch die Abwehr, schlug einen Haken nach dem anderen und narrte damit die Defensive. Als er auf der linken Seite ankam, schob er die Kugel rein (0:2/47.). Aber Sondershausen gab sich nicht geschlagen und kämpfte. Vor allem Milos Gibala, der einen Rückpass von Preller aufnahm und in aussichtsreicher Position vom herauslaufenden Torwart Julian Schorch von den Beinen geholt wurde. Dafür sah der Fahner-Schlussmann vollkommen zurecht glatt Rot. Sondershausen Stephan Ludwig verlor danach die Nerven und stieß Schorch um. Auch hier gab es Rot (beide 61.). Gibala schaffte dann in der 78. Minute den 1:2-Anschlusstreffer und damit neue Hoffnung. Doch diese wurde eine Minute später ad acta gelegt.

Fahner Höhe gewann das Spiel verdient, agierte einfach cleverer, ohne wirklich zu glänzen. Im Stile eines Spitzenreiters. Und auch nach Abpfiff war die Siegerfaust von Busse nicht zu übersehen. Ein hart erkämpfter Sieg.­

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.