Stadt bleibt zu Dorf-Umleitung fest entschlossen

Erfurt  Bis zum Winter führt der Weg zum Autobahnanschluss Ost über Urbich und Niedernissa

Die Rudolstädter Straße in Niedernissa wird ab 2. September Teil der Umleitungsstrecke.

Die Rudolstädter Straße in Niedernissa wird ab 2. September Teil der Umleitungsstrecke.

Foto: Marco Schmidt

Trotz der Proteste aus Urbich und Niedernissa will das Tiefbauamt ab 2. September kräftigen Umleitungsverkehr über die beiden Dörfer leiten. Bei den Arbeiten an der Straße Am Herrenberg sei im ersten Bauabschnitt eine Vollsperrung nötig. „Voraussichtlich vor dem Wintereinbruch“ würde die Straße wieder freigegeben und die Umleitung aufgehoben, sagt Tiefbauamtsleiter Alexander Reintjes. Bis Juni 2020 blieben dann noch die Verbindungsrampen am Urbicher Kreuz gesperrt.

Die Ortsteilbürgermeister Christine Schaubs (Niedernissa) und Peter Fitzenreiter (Urbich) hatten dagegen protestiert, dass der Verkehr von und zur Autobahnabfahrt Erfurt-Ost durch die Dörfer geführt werden soll. Sie schlugen vor, die Autobahnauffahrt voll zu sperren und den Verkehr über die B7 zur Ausfahrt Vieselbach umzuleiten. Sie kritisierten zudem die fehlende Einbeziehung der Ortsteilräte.

Mehrere Stadträte nahmen das Anliegen auf. Einige haben für die Sitzung am Mittwoch Anfragen angekündigt.

Das Tiefbauamt verweist darauf, dass durch die zwei Bauabschnitte der Umleitungsverkehr durch die Dörfer „auf ein Minimum reduziert“ werde. „Uns ist klar, dass wir den Verkehrsteilnehmern, aber auch den Anwohnern an den Umleitungsstrecken viel Geduld und Verständnis abverlangen“, sagt Alexander Reintjes. „Wir alle bauen aber für die Stadt und damit für ihre Einwohner und Besucher. Wir sind uns sicher, dass sich nach Abschluss der Maßnahmen alle Anstrengungen gelohnt haben werden.“

Die Buslinien erhielten eine gesonderte Routenführung und seien von der Umleitung „weitestgehend entlastet“.

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