Theater Erfurt will am 30. Mai über Domstufenfestspiele entscheiden

Erfurt.  Ein Rest an Hoffnung verbleibt den Domstufenfestspielen, die am 10. Juli beginnen sollten. Am 30. Mai wollen die Verantwortlichen entscheiden, ob „Nabucco“ auf dem Domplatz erklingt.

Das Krämerbrückenfest wird nicht in der zuletzt geplanten kleinen Variante stattfinden, und über den Domstufen-Festspielen „hängen dunkle Wolken“, sagte am Donnerstag Erfurts Wirtschaftsdezernent Steffen Linnert (SPD).

Das Krämerbrückenfest wird nicht in der zuletzt geplanten kleinen Variante stattfinden, und über den Domstufen-Festspielen „hängen dunkle Wolken“, sagte am Donnerstag Erfurts Wirtschaftsdezernent Steffen Linnert (SPD).

Foto: Marco Schmidt (Archivfoto)

Ob die Domstufenfestspiele in diesem Jahr trotz Corona-Krise wie geplant stattfinden, will das Theater Erfurt am 30. Mai entscheiden. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass vorher nicht seitens der Politik Beschlüsse gibt, die die Entscheidung vorweg nehmen, sagte eine Sprecherin des Theaters. Zudem habe das Theater Erfurt nun bis einschließlich 15. Mai alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. Bislang war vom 19. April die Rede gewesen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Giuseppe Verdis „Nabucco“ soll eigentlich vom 10. Juli bis zum 2. August Besucher an die Erfurter Domstufen locken, die für die Festspiele als Open-Air-Bühne dienen. Die Festspiele sind jedes Jahr ein wichtiger Veranstaltungshöhepunkt für das Theater. Im vergangenen Jahr kamen zu 21 Aufführungen insgesamt rund 44.400 Besucher.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch zwar auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt. Großveranstaltungen sind den Beschlüssen zufolge aber bis zum 31. August grundsätzlich untersagt. Was das konkret für Veranstaltungen in Thüringen bedeutet - etwa ab wann von einer Großveranstaltung ausgegangen wird - ist bislang noch nicht klar.

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