Ultraschnelles Internet für 35.000 Haushalte in Erfurt

Erfurt. Die Telekom will in diesem Jahr im Norden und Westen von Erfurt rund 100 Kilometer Glasfaserleitungen verlegen.

Rainer Frank (links) und Andreas Bausewein bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung zum Ausbau VDSL-Internetnetz für die Stadt Erfurt. Foto: Marco Schmidt

Rainer Frank (links) und Andreas Bausewein bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung zum Ausbau VDSL-Internetnetz für die Stadt Erfurt. Foto: Marco Schmidt

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Erfurt. Rund ein Drittel der Erfurter Haushalte soll in diesem Jahr einen ultraschnellen Internetanschluss erhalten. Von einem Leitungsausbau der Telekom mit Glasfasern würden etwa 35.000 Haushalte profitieren, sagte der Telekom-Vertreter Rainer Frank.

Konkret will die Telekom vor allem die nördlichen, westlichen und südwestlichen Gebiete der Kernstadt mit Glasfaserleitungen aufrüsten. In die östlichen und südlichen Bereiche sei bereits in den vergangenen Jahren investiert worden, sagte Frank.

Für den Ausbau sollen ab April rund 100 Kilometer neue Glasfaserleitungen verlegt werden. Zudem würden 150 neue Schaltverteiler aufgebaut und vorhandene erweitert.

Etwa zehn Prozent der Leitungen, also zehn Kilometer, erfordern laut der Telekom Tiefbauarbeiten. "Wir werden nicht ganz Erfurt umgraben", sagte Frank. Der Bauablauf und die berücksichtigten Straßen stünden noch nicht endgültig fest.

Laut Ralf Rudolph, dem regionalen Technikverantwortlichen, will die Telekom eine "einstellige Millionensumme" investieren. Oberbürgermeister An­dreas Bausewein (SPD) versprach bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung, dass die Behörden die für die Baumaßnahmen nötigen Genehmigungen zeitnah erteilen.

Die neuen Glasfaserleitungen sollen Verbindungsgeschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten ermöglichen ("VDSL"). Damit sei es zum Beispiel möglich, auf zwei TV-Geräten parallel hoch auflösendes Internet-Fernsehen zu schauen, meinte Andreas Meyer, ein weiterer Telekom-Vertreter.

Wer selbst Fotos oder Videos ins Internet hochladen möchte, könne dies künftig mit 40 Megabit pro Sekunde tun, sagte Rainer Frank. "Diese Hochladegeschwindigkeit kann bislang kein Wettbewerber bieten", meinte er. Ziel der Telekom sei es, die VDSL-Produkte bis zum Weihnachtsgeschäft anzubieten.

Bestandskunden, die bereits 50-Megabit-Verbindungen haben, könnten mittelfristig auf eine Verdoppelung der Geschwindigkeit hoffen. "Dazu sind kaum größere Tiefbauarbeiten erforderlich", so Rudolph.

Auch andere Anbieter können die Leitungen der Telekom gegen Gebühr nutzen.

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