Umfrage bei Regionalliga-Trainern: Wer landet auf Platz eins?

Erfurt  Bei der Umfrage sind ein Thüringer Verein und der Drittliga-Absteiger Cottbus die heißesten Anwärter auf Platz eins in der neuen Regionalliga-Saison.

Wacker Nordhausens Coach Heiko Scholz will den Platz an der Sonne am Ende der Saison.

Wacker Nordhausens Coach Heiko Scholz will den Platz an der Sonne am Ende der Saison.

Foto: Christoph Keil

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Wacker Nordhausen und der FC Energie Cottbus sind die heißesten Anwärter auf den Staffelsieg in der Fußball-Regionalliga Nordost. Wer auf Platz eins landet ist zur Teilnahme an der Relegation gegen den Staffelsieger West um den Drittliga-Aufstieg berechtigt.

In einer Umfrage des Media Sportservice West (MSPW) unter den 18 Trainern wird die Thüringer Mannschaft um Trainer Heiko Scholz mit 15 Stimmen sowie der Drittliga-Absteiger (14) am häufigsten der erste Platz zugetraut.

Fünfmal wird auch der FC Rot-Weiß Erfurt mit seinem Trainer Thomas Bradric genannt. Heiko Weber vom ZFC Meuselwitz nennt den Klassenerhalt als Ziel für die bevorstehende Saison, die am Freitag mit dem Duell zwischen dem 1. Lok Leipzig und Hertha BSC II eröffnet wird (19.30 Uhr).

Die Meinungen der Trainer vor der Spielserie 2019/20 im Überblick: Heiko Scholz (FSV Wacker Nordhausen):Der FC Energie Cottbus wird als Absteiger eine gute Rolle spielen. Vielleicht können Hertha BSC II, der Berliner AK und der FC Viktoria Berlin mithalten. Unser Ziel ist es, so lange wie möglich oben mitzuspielen. Wir haben den Kader fast komplett zusammengehalten und uns punktuell verstärkt. Unser Vorteil ist eine eingespielte Mannschaft. Karsten Heine (VSG Altglienicke):Wacker Nordhausen, dem Berliner AK und Rot-Weiß Erfurt räume ich die größten Chancen auf die Meisterschaft ein. Als Überraschungsmannschaft könnte der FC Viktoria Berlin dazustoßen. Wir wollen weiterhin attraktiven Fußball anbieten und streben einen einstelligen Tabellenplatz an. Sven Köhler (VfB Auerbach): Das Rennen um die Meisterschaft machen Nordhausen, Cottbus, Rot-Weiß Erfurt und der Berliner AK unter sich aus. Da wir unter Amateurbedingungen trainieren, geht es für uns nur um den Klassenverbleib. Dabei wollen wir möglichst eine erneute Zittersaison vermeiden. Marco Vorbeck (SV Babelsberg 03):Cottbus und Nordhausen haben die höchsten Etats in der Liga. Daher sind diese beiden Vereine meine Favoriten für die Meisterschaft. Wenn alles gut läuft, sehe ich uns im gesicherten Mittelfeld. Unser Etat wurde reduziert, der Kader entsprechend verschlankt.

Heiko Weber (ZFC Meuselwitz):Der FC Energie Cottbus verfügt mindestens über Drittliga-Strukturen und wird ganz oben mitspielen. Auch mit dem FSV Wacker Nordhausen, der sehr viel Geld in die Hand genommen hat, ist zu rechnen. Der Berliner AK könnte als Überraschungsmannschaft erneut eine gute Rolle spielen. Für uns zählt nur der Klassenverbleib. Ein zehnter Platz wäre für uns wie eine Meisterschaft. Andreas Neuendorf (Hertha BSC II): Ich sehe keine Mannschaft in einer Favoritenrolle. Es gibt mehrere Vereine, die um den Aufstieg mitspielen wollen. Wir wollen in der Liga bleiben und guten Fußball spielen. Dabei steht im Vordergrund, dass wir viele junge Spieler einbauen und an den Männerbereich heranführen. Benedetto Muzzicato (FC Viktoria Berlin): Ich denke, dass der FC Energie Cottbus hoch im Kurs steht. Mit „Pele“ Wollitz hat der Verein einen sehr erfahrenen und erfolgshungrigen Trainer an der Seitenlinie. Aber auch dem Berliner AK und der U 23-Mannschaft von Hertha BSC traue ich eine gute Rolle zu. Der Erfolg im Verbandspokal hat unsere Mannschaft zusammengeschweißt, so dass mir der Start als neuer Trainer auf jeden Fall erleichtert wurde. Als Ziel geben wir in dieser Saison eine Platzierung unter den besten fünf Teams aus. Erik Schmidt (Bischofswerdaer FV):Am Ende wird der FC Energie Cottbus ganz oben stehen. Da lege ich mich fest. Außenseiter-Chancen sehe ich nur für Wacker Nordhausen. In der Liga zu bleiben, wird für uns schwer genug. Darauf müssen wir den Fokus richten. Thomas Brdaric (Rot-Weiß Erfurt):Ich lege mich auf den FSV Wacker Nordhausen fest, weil der Verein über ein hohes Budget verfügt und die Mannschaft schon in der vergangenen Rückserie gezeigt hat, dass sie das Potenzial für den Aufstieg besitzt. Wir wollen unsere Leistungen aus der vergangenen Saison wiederholen und uns dabei stetig verbessern. Daher visieren wir mindestens den fünften Platz an.

Christian Benbennek (BFC Dynamo): Am Ende werden sich wohl die Vereine durchsetzen, die über die besten finanziellen Möglichkeiten verfügen. Außerdem sollte mit Cottbus als Drittliga-Absteiger zu rechnen sein. Wir befinden uns in dieser Saison im Umbruch. Wichtig ist für uns, dass wir stabil werden und sich die Mannschaft schnell findet. Die Arbeit können wir nicht an einem Tabellenplatz festmachen. Ersan Parlatan (Berliner AK 07): Der FSV Wacker Nordhausen, der 1. FC Lokomotive Leipzig und der FC Energie Cottbus sind für mich die größten Favoriten auf die Meisterschaft. Wir wollen unseren zweiten Platz aus der vergangenen Saison bestätigen und erneut eine gute Rolle spielen. Claus-Dieter Wollitz (FC Energie Cottbus):Der FSV Wacker Nordhausen hat in der vergangenen Rückrunde schon gut gespielt und mit Jan Lohmannsröben einen Mentalitätsspieler dazugeholt. Auch den 1. FC Lokomotive Leipzig, der seit einem Jahr auf Profitum umgestellt hat, und den Berliner AK habe ich auf dem Zettel. Da unser Kader noch nicht komplett ist, wäre es unseriös, vom direkten Wiederaufstieg zu sprechen. Wir haben das Ziel, aber aktuell ist es unrealistisch. Matthias Maucksch (FSV Union Fürstenwalde): Am Ende werden die Teams in der Tabelle oben stehen, die am meisten investiert haben. Das sind der Berliner AK, der 1. FC Lokomotive Leipzig und der FSV Wacker Nordhausen. Dazu kommen der FC Energie Cottbus und der FC Viktoria Berlin. Wir wollen eine junge und schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken. Vielleicht schaffen wir es, uns mit einem einstelligen Tabellenplatz zu belohnen. Mit dem Klassenverbleib wären wir aber auch schon zufrieden. Sven Körner (VfB Germania Halberstadt): Der FSV Wacker Nordhausen hat seinen Kader gut verstärkt und wird oben mitspielen. Auch Lok Leipzig, Rot-Weiß Erfurt und Energie Cottbus bieten hervorragende Bedingungen in der Regionalliga Nordost. Bei uns gab es einen großen Umbruch mit zahlreichen Zugängen. Da müssen wir uns erst einmal als Team finden. An erster Stelle steht bei uns der Klassenverbleib. Miroslav Jagatic (BSG Chemie Leipzig):Nach dem Abstieg will der FC Energie Cottbus mit aller Macht zurück in die 3. Liga. Außerdem sehe ich Wacker Nordhausen und den Berliner AK ganz weit vorne. Wir müssen als Aufsteiger kleine Brötchen backen. Ich erwarte eine ganz harte Saison, in der es für uns nur um den Klassenverbleib geht. Björn Joppe (1. FC Lokomotive Leipzig): Der FC Energie Cottbus und der FSV Wacker Nordhausen werden das Rennen um die Meisterschaft unter sich ausmachen. Beide Vereine verfügen über die größten finanziellen Mittel. Wir haben die vergangene Spielzeit auf Platz sechs abgeschlossen, streben eine bessere Platzierung an und wollen dafür permanent den Kontakt zu den Spitzenplätze beibehalten. Uwe Lehmann (SV Lichtenberg 47):An Energie Cottbus kommt aus meiner Sicht keiner vorbei. Die Mannschaft will sofort wieder hoch und verfügt über ein großes Budget. Rot-Weiß Erfurt, Wacker Nordhausen und der Berliner AK können ebenfalls oben mitspielen. Für uns steht als Aufsteiger nur der Klassenverbleib im Fokus. Ingo Kahlisch (FSV Optik Rathenow):Den FSV Wacker Nordhausen muss man jetzt mal in die Pflicht nehmen. Der Verein spielt seit Jahren oben mit und hat sich erneut sinnvoll verstärkt. Der FC Energie Cottbus, der FC Rot-Weiß Erfurt und den Berliner AK sehe ich dahinter. Für uns zählt in dieser Saison nur der Klassenverbleib. Als Ausbildungsverein gibt es nur diese Zielsetzung.

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