Verbot von Mädchen-Vorname: Stadt Erfurt mit Corona-Scherz zum 1. April

Erfurt.  Das dürfte nicht bei jedem gut ankommen: Die Stadt Erfurt hat zum 1. April einen Corona-Scherz veröffentlicht.

Erfurter Rathaus

Erfurter Rathaus

Foto: Stadtverwaltung Erfurt / Vitalik Gürtler

Manchem könnte das Lachen angesichts des diesjährigen April-Scherzes der Stadt Erfurt im Halse stecken bleiben. Die Stadt Erfurt hat inmitten der Corona-Krise angekündigt, die Namen Carola oder Corina zu verbieten.

Das Standesamt untersage demnach ab sofort jungen Eltern, ihren Töchtern diese Vornamen zu geben - wegen der lautmalerischen Nähe zum Coronavirus. Für Kinder sei es kein guter Start ins Leben, mit einem tödlichen Virus in Verbindung gebracht zu werden, hieß es in der Mitteilung der Stadt zum 1. April. Auch im Alter sei es suboptimal für die Psyche, immer an das Krisenjahr 2020 erinnert zu werden.

Carolas und Corinnas sollen sich in Inge oder Gudrun umbenennen

Zudem müssten sich alle laut Erfurter Meldestelle rund 150 Carolas und Corinas in diversen Schreibweisen umbenennen. Die Umbenennung solle bis 31. Mai abgeschlossen sein, dafür gebe es Sonderöffnungszeiten vom Standesamt, hieß es in der Mitteilung weiter. Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD): „Der Pandemiestab hat eine Liste mit tollen Namensvorschlägen für die Frauen erstellt. Inge wäre doch eine gute Alternative oder Gudrun. Auch Else ist schick. Und in der Menschheitsgeschichte hießen so noch nie Viren.“

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April-Scherz auch im Zoopark Erfurt

Der Zoopark in Erfurt informierte zum 1. April über einen UV-Augenschutz für Tiere. Um diese vor der immer stärkeren Sonneneinstrahlung zu schützen, solle zunächst mit den Elefanten im Training das Tragen einer Sonnenbrille aus pflanzlichen Rohstoffen geübt werden.

Scherze auch in Altenburg

Das Theater in Altenburg verkündete zum 1. April den Sensationsfund eines Notenblattes mit Widmung aus der Feder von Ludwig van Beethoven. Das Notenblatt sei die Skizze eines Klavierlieds, dessen Titel «Bach sollte Meer heißen» eine Referenz an den bereits im 18. Jahrhundert angesehenen Thüringer Komponisten Johann Sebastian Bach darstelle. Zudem lies die Altenburger Stadtverwaltung wissen, dass sich Altenburg bald mit dem Titel «Bad» schmücken könne - weil die Luft dort besonders sauber sei.

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