Verkehrskontrolle eskaliert: Polizisten bedrängt und angegriffen – mehrere Verletzte

Erst der Einsatz von insgesamt sechs Streifenteams der Erfurter Polizei und einer Streife der Bundespolizei beendete die Tumulte. Symbol-

Erst der Einsatz von insgesamt sechs Streifenteams der Erfurter Polizei und einer Streife der Bundespolizei beendete die Tumulte. Symbol-

Foto: Carsten Rehder/dpa

Erfurt  In Erfurt ist es bei einer Verkehrskontrolle zu Tumulten gekommen. Mehrere Polizisten und weitere Personen wurden verletzt.

Am Sonntagmorgen ist es bei der Kontrolle einer 22-jährigen E-Scooter-Fahrerin in der Bahnhofstraße gegen 0.45 Uhr zu Tumulten gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war die junge Frau alkoholisiert und sollte daraufhin zur Blutentnahme gebracht werden, als sich mehrere Bekannte einmischten, die zuvor mit ihr an einer Geburtstagsfeier teilgenommen hatten.

Die Polizisten wurden demnach durch acht Personen im Alter von 24 bis 54 Jahren bedrängt, die versuchten die Verbringung zur Dienststelle zu verhindern. Weder das Ansprechen der Gruppe, die Aussprache eines Platzverweises, die Androhung eines Pfeffersprayeinsatzes noch das Erscheinen weiterer Beamter halfen die Situation zu beruhigen.

Stattdessen sei ein 32-jähriger Polizist unvermittelt ins Gesicht geschlagen und verletzt worden. Der 50-jährige Täter wehrte sich bei der anschließenden Festnahme derart, dass die beiden festnehmenden Beamten diverse leichtere Verletzungen davontrugen und Einsatztechnik im Wert circa 2.000 Euro beschädigt wurde.

Da die Personengruppe die Polizisten weiterhin bedrängte, wurde Pfefferspray eingesetzt, wodurch zwei Personen verletzt worden seien.

Erst der Einsatz von insgesamt sechs Streifenteams der Erfurter Polizei und einer Streife der Bundespolizei beendete die Tumulte.

Von allen Anwesenden wurden die Personalien und Atemalkoholwerte erhoben. Die Verletzten wurden durch den angeforderten Rettungsdienst versorgt.

Die Beteiligten erwartet laut Polizei nun eine Strafanzeige wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte.

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