Verrücktes Derby in Nurzen, Wechsel an der Spitze

Union siegt glücklich, Borntal gibt erstmals Punkte ab. Walschleben personell und spielerisch verbessert. Großrudestedt trifft zweimal in der Nachspielzeit. Grün-Weiß mit erstem Sieg

Walschleben/Elxleben – Sport-Freunde Marbach4:1

Personell waren die Walschlebener diesmal besser besetzt als zuletzt, Marbach dagegen nicht. Das machte an diesem Tag auch schon den Unterschied. Nachdem Janke für Marbach knapp vergeben hatte, fand die Kranhold-Elf besser ins Spiel. Aus dem Gewühl traf N. Ehrich zum 1:0 (15.), Torjäger Köllner lief im Konter allen davon und erhöhte (42.). Die Sport-Freunde nutzten ihre einzige Chance nach der Pause nach sehenswertem Gegenzug durch den gerade eingewechselten Hofer zum Anschluss (67.). Doch der Walschlebener Heimsieg geriet nicht mehr in Gefahr und wurde durch Köllners an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter und Wüsten per Abstauber noch untermauert.

Buttstädt/Großbrembach – FC Union Erfurt1:3

„Heute stand uns nicht nur Union im Weg“, meinte ein enttäuschter Buttstädter Trainer Thomas Schorcht nach der unglücklichen Pleite gegen den nun wieder Ersten. Er war in der zweiten Halbzeit dermaßen empört über Schiedsrichterin Cora Winter, die aus seiner Sicht die Hausherren mit nicht gegebenem Elfmeter und schlechter Vorteilsauslegung um den verdienten Punktgewinn brachte, dass er sich nach Feldspieler Matzat (60.) selbst Gelb-Rot einhandelte. Sein Team war mit einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft sowie Altherren (Union hatte einer Verlegung nicht zugestimmt) defensiv stabil und ließ lange wenig zu. Am Ende machte der eingewechselte Hoffmann mit seinem Doppelpack den Unterschied.

Kölleda/Leubingen – FC Borntal Erfurt1:1

Mit dem ersten Punktverlust der Saison musste Borntal die Tabellenführung vorerst wieder an Union abtreten. „Das Ergebnis geht so in Ordnung und ist für uns eine wichtige Lehre, dass wir uns in jedem Spiel alles hart erarbeiten müssen“, sagte Borntal-Coach René Deubner, der die Platzverhältnisse in Kölleda als „unter aller Sau“ bezeichnete. In der ersten Halbzeit dominierte Kölleda gegen Gäste, die nicht auf dem Platz zu sein schienen. Mehr als die frühe Führung durch Ladanyi sollte aber nicht herausspringen. Und da sich Borntal steigerte und Kölleda seine Konterchancen nicht nutzte, reichte das nicht zum Sieg. Fuß köpfte einen Dolkowski-Eckball zum Ausgleich ein (66.).

Conc. Riethnordhausen – SV 1916 Großrudestedt4:4

Riethnordhausen Trainer Nils Pfeifer brauchte nach dem verrückten Derby eine Weile, um sich zu sammeln und gesprächsbereit zu sein. „Das ist eine bittere Sache für uns“, meinte er niedergeschlagen, nachdem sein Team eine 4:2-Führung durch zwei vermeidbare Gegentore in der Nachspielzeit noch hergeschenkt hatte. Es war kein berauschendes Niveau, aber ein ständiges Auf und Ab, das beide Mannschaften boten. Besser war der Aufsteiger, während die Gäste über Standards Gefahr ausstrahlten. Zweimal egalisierte Großrudestedt einen Rückstand, ehe ein Doppelschlag durch Hahn (82.) und C. Birchner (87.) nach starker Kombination sie scheinbar k.o. setzte. Doch es blieb beim Schein, denn Bergers 4:3 per Elfmeter (90.+1) setzte Kunold mit dem Ausgleich die Krone auf (90.+3), sodass beide Teams punktgleich bleiben.

TSG Stotternheim – TSV Kerspleben3:3

Ein nicht weniger packendes Spiel sahen die Zuschauer in Stotternheim. Der starke Alhusseini brachte Kerspleben zweimal in Führung, die der ebenfalls überzeugende Brüheim jeweils egalisiert. Dann dezimierten sich beide Teams binnen einer Minute per Platzverweis. Dunkels Treffer zum 3:2 (86.) brachte der TSG scheinbar Rang drei, aber auch hier gab es eine späte Antwort durch Müller (90.+1).

VfB Grün-Weiß Erfurt – Vieselbach/Azmannsdorf1:0

„Das ist für uns eine riesige Erleichterung“, jubelte Grün-Weiß-Trainer Norman Tittel nach dem ersten Saisonsieg seines bis dato punktlosen Teams. Das spielte gegen personell geschwächte Vieselbacher konzentriert und engagiert, ließ im Torabschluss aber einiges liegen und kassierte beinahe den Rückstand, doch Vieselbach traf nur den Pfosten. Minute um Minute verstrich, ehe Einwechsler Groß fünf Minuten vor Ultimo schön freigespielt wurde und Grün-Weiß per Schuss an den Innenpfosten erlöste.

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