Wacker Nordhausen gewinnt knapp gegen Rot-Weiß Erfurt

Nordhausen  Wacker Nordhausen bezwingt den FC Rot-Weiß Erfurt in der Regionalliga am Freitagabend knapp mit 1:0 (0:0).

Erfurts Alexander Schmitt (rechts) im Zweikampf mit Jan Löhmannsröben.

Erfurts Alexander Schmitt (rechts) im Zweikampf mit Jan Löhmannsröben.

Foto: Sascha Fromm

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Erst zum 17. Mal in ihrer gesamtdeutschen Vereinsgeschichte standen sich Wacker Nordhausen und Rot-Weiß Erfurt in einem Punktspiel gegenüber. Dabei betraten die Südharzer wohl zum ersten Mal als so etwas wie ein Favorit auf den Rasen. Am Ende gab es vor 2871 Zuschauern ein ganz knappes 1:0 (0:0) durch Stepan Kores Tor nach der Pause.

Das war er, der erste Heimsieg seit der Oberliga-Süd-Saison 1992/93, als Wacker die Rot-Weißen mit 2:1 bezwungen hatte. Der zweite Ligasieg gelang 1995 mit 1:0 im Steigerwaldstadion in der Regionalliga. Seit dem Abstieg Erfurts aus der 3. Liga hatte sich Nordhausen nur im Pokal einmal im Elfmeterschießen durchsetzten können.

Auch diesmal war es ein Spiel zweier Teams auf Augenhöhe. Wackers Coach Heiko Scholz ließ wieder ein bisschen rotieren. Fünf Spieler vom 2:2 in Babelsberg blieben draußen. Dafür gab es beispielsweise ein neues Innenverteidigerduo mit Blume und Müller. Den rotgesperrten Scholl ersetzte Löhmannsröben. RWE-Coach Brdaric schob Aydemir und und Adomah neu in die Startelf.

Nach einem scharfen Beginn, als vor allem der agile Heidinger Löcher in Erfurts Abwehr riss, sorgte nur Schiri Jessen aus Berlin für hitzige Derby-Momente, als er bei den zahlreichen Fouls großzügig laufen ließ. Sonst hangelte sich das Spiel von Standardsituation zu Standardsituation. Richtig gefährlich wurde es nicht. Rot-Weiß hatte durch Rüdiger die einzige heiße Szene. Doch sein Schuss aus aussichtsreicher Position ging drüber (15.). Wackers Abseitstor von Müller zählte nicht (26.).

Kammlott vergibt große Chance vor der Pause

Dann vergruben Spieler, Trainer und Anhänger der Gastgeber das Gesicht in den Händen. Carsten Kammlott hat die beste und einzige Großchance in der ersten Halbzeit (38.). Der Torjäger, der früher auch für Rot-Weiß spielte, wurde seinem Ruf nicht gerecht. Sein Schuss aus Nahdistanz landete zentral auf den Torwart-Handschuhen von RWE-Keeper Theißen.

Nach dem Wechsel ging die Startphase wieder an Wacker. Einen der Nordhäuser „Überfälle“ konnte Erfurts „Preiswert und gut“-Elf nicht mehr verteidigen. Der Tscheche Stepan Kores zeigte seine Klasse. Mit einem satten Schuss aus 17 Metern brachte der Mann von THC-Torjägerin Iveta Koresova den Favoriten mit 1:0 in Führung (50.).

Die Erfurter schalteten sofort um und setzten nun Nordhausen mächtig unter Druck. Göbel musste kurz vor der Torlinie retten, dann kam Glinker gerade noch rechtzeitig, als Veselinovic stocherte (69.). Kurz zuvor musste Wackers Präsident Nico Kleofas den Innenraum verlassen, weil er lautstark einen Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Kammlott und Lela verlangt hatte. Die Scholz-Elf konzentrierte sich ausnahmslos auf Konter, war jedoch nicht konsequent genug beim Ausnutzen der Räume. Doch Erfurt gab nicht auf. Veselinovic köpfte noch an den Pfosten (86.).

Wacker: Glinker – Göbel, Blume, Müller, Stauffer – Becker, Löhmannsröben – Heidinger (73. Beil), Kores (78. Dörnte)- Kammlott (88. Genausch), Pichinot

FC Rot-Weiß:Theißen – Novy, Lela, Becken, Adomah (83. Brasnic) – Schmitt, Dittrich (88. Halili)– Gladrow (62. Jovanovic) - Aydemir, Veselinovic, Rüdiger

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